1. FC Köln plant Internationalisierung mit Japan-Reise
Der 1. FC Köln strebt in den kommenden Jahren ein kontinuierliches Wachstum an, wobei die Internationalisierung eine zentrale Rolle spielt. In naher Zukunft könnte es heißen: Big in Japan!
Köln – Der ehemalige Profi Mark Uth (34) spielt dabei eine entscheidende Rolle. Der frühere Top-Stürmer absolviert derzeit ein Trainee-Programm in der Geschäftsstelle des FC am Geißbockheim. Mit Unterstützung des DFB hatte Uth kürzlich die Gelegenheit, beim Premier-League-Klub Manchester City hinter die Kulissen zu blicken.
Nach seinem Besuch in Manchester zeigte sich Uth begeistert: „Es waren drei intensive Tage. Das Individualtraining und die Art, wie die Spieler besser gemacht werden, waren sehr spannend.“
Nach seinem Aufenthalt in England steht nun eine noch bedeutendere Reise an: Ab Donnerstag, dem 20. November 2025, wird Uth mit einer kleinen Delegation des FC für einige Tage nach Japan reisen. „Ich bin sehr gespannt und freue mich auf die Kultur in Japan“, äußerte Uth vor seiner Abreise.
Als Markenbotschafter wird Uth gemeinsam mit der Delegation des FC eine Woche im Land der aufgehenden Sonne verbringen, um die Beziehungen zum Partnerverein Sanfrecce Hiroshima zu pflegen und auszubauen. Nach den tiefen Einblicken in den sportlichen Bereich bei Manchester City konzentriert sich die Reise nun vor allem auf Marketingaktivitäten.
Der FC Köln pflegt seit einigen Jahren eine Partnerschaft mit Sanfrecce Hiroshima, und die bestehenden Verbindungen sollen künftig konkreter gestaltet werden. Vor einigen Wochen hospitierte auch der ehemalige FC-Profi Tomoaki Makino (38), der 38 Länderspiele für Japan absolvierte und nun seine Trainerkarriere vorantreibt, am Geißbockheim.
EXPRESS.de hat Details zur bevorstehenden Japan-Reise erfahren: Die FC-Delegation wird mehrere Jugendturniere besuchen, um die Arbeit an der Basis zu unterstützen. Am Samstag wird die Gruppe zudem das Pokalfinale in Tokio verfolgen.
Sanfrecce Hiroshima ist im Halbfinale gegen Vissel Kobe (wo Lukas Podolski spielte) ausgeschieden. In Tokio wird es zudem ein Treffen mit Vertretern der DFL, dem TV-Partner DAZN sowie Japanern aus der J.League geben. Von Tokio führt die Reise weiter in die Partnerstadt Kyoto und anschließend nach Hiroshima, um den Partnerverein Sanfrecce zu besuchen. In Hiroshima stehen der Besuch des Friedensmuseums sowie des Pokémon Centers auf dem Programm, da Pokémon ein neuer Partner von Sanfrecce ist.
Die Delegation des FC unter der Leitung von Uth könnte in den kommenden Tagen auch einen größeren Austausch vorantreiben. Bereits unter dem ehemaligen Geschäftsführer Christian Keller (46) war eine Japan-Reise mit dem gesamten Profi-Team angedacht, die für die Länderspielpause im März 2026 geplant war. Eine endgültige Entscheidung zu dieser Reise ist beim FC noch nicht gefallen, jedoch könnte Uths Japan-Besuch die Planungen beschleunigen.
Als Bundesligist erhält der FC von der Liga (DFL) maximal 450.000 Euro für solche Internationalisierungsprojekte. Im Gegenzug gibt es jedoch einen umfangreichen Kriterienkatalog, den der Klub erfüllen muss. Bei einer Reise sind unter anderem soziale Aktivitäten mit der Mannschaft und die Organisation von Geschäftsterminen erforderlich.
Big in Japan! Der FC Köln hofft, langfristig in Japan noch mehr Aufmerksamkeit zu erlangen. Dort gibt es bereits zahlreiche FC-Fans, schließlich war Yasuhiko Okudera (73) im Jahr 1977 der erste Japaner, der in der Bundesliga für den 1. FC Köln spielte. Klub-Legende Pierre Littbarksi (65) war von 1993 bis 1997 für JEF United Ichihara und Brummell Sendai aktiv und trainierte von 1999 bis 2000 Yokohama FC. Lukas Podolski spielte von 2017 bis 2020 für Vissel Kobe.