1. FC Köln strebt gegen Union Berlin nach einem positiven Jahresabschluss
Am Samstag wird der 1. FC Köln im letzten Spiel des Jahres gegen Union Berlin antreten, um die letzten drei Punkte des Jahres zu sichern.
Nach fünf sieglosen Spielen wäre ein Sieg gegen die „Eisernen“ von großer Bedeutung, um mit einem positiven Gefühl ins neue Jahr zu starten. Trainer Lukas Kwasniok bleibt trotz der schwierigen Wochen gelassen und betont: „Es ist normal, dass man mal vier, fünf oder sogar acht Spiele in Folge nicht gewinnt, wenn man um den Klassenerhalt kämpft. Wichtig ist, ruhig und sachlich zu bleiben und nicht in Hysterie zu verfallen.“
Kwasniok ist sich bewusst, dass seine Mannschaft die richtige Balance zwischen Offensive und Defensive finden muss. In den letzten Spielen agierte das Team im Spielaufbau oft eindimensional: „Wir spielen den Ball zu Said und drücken die Daumen. Ich habe in den letzten Wochen nicht die optimale Marschroute gefunden.“
Obwohl der Aufsteiger mit 16 Punkten weiterhin im Soll liegt, ist der Abstand zu einem direkten Abstiegsplatz auf fünf Punkte geschmolzen. Der FC kämpft mit zehn anderen Mannschaften um den Klassenerhalt. Kwasniok erklärt: „Die ersten acht sind oben auf den Bergen, das ist eine völlig andere Welt. Die Aussicht dort oben ist auch schöner. Wir befinden uns im Tal, und das muss realistisch eingeordnet werden.“
Der Weg nach oben führt ausgerechnet über Union Berlin und deren Trainer Steffen Baumgart, der vor fast genau zwei Jahren (21. Dezember 2023) als Kölner Coach entlassen wurde. Kwasniok, der ebenfalls einen emotionalen Coaching-Stil hat, wird häufig mit Baumgart verglichen. Trotz der ständigen Vergleiche hat Kwasniok großen Respekt vor seinem Kollegen: „Ich freue mich auf das Wiedersehen. Er hat das Herz am richtigen Fleck und ist wie ich ein emotionaler Typ.“
Die beiden Trainer kennen sich seit Jahren. Kwasniok übernahm 2021 in Paderborn das Zepter von Baumgart und erhielt dabei unerwartete Unterstützung: „Ich fand es bemerkenswert, wie er mir damals den Stab in Paderborn übergeben hat. Er hat sich Zeit genommen, mir seine Einblicke zu schildern. Das hat mir den Start erleichtert.“
Ein weiterer Aspekt, den Kwasniok bewundert, ist Baumgarts Fitness. „Was mich in den letzten Wochen am meisten beeindruckt hat, ist seine körperliche Performance. Er ist anscheinend sehr sportlich unterwegs und hat einiges abgenommen. Da habe ich noch einen weiten Weg vor mir.“ Ein Sieg gegen Union könnte dem FC ermöglichen, an den Berlinern vorbeizuziehen und die besinnlichen Tage mit einem guten Gefühl zu genießen.