1. FC Köln: Systemumstellung nach Ausfall von Ragnar Ache
Der 1. FC Köln muss auf Ragnar Ache verzichten, der sich im Spiel gegen den FC St. Pauli eine schwere Muskelverletzung zugezogen hat. Trainer René Wagner plant, diesen Verlust im Angriff durch eine Systemumstellung zu kompensieren.
Die zentrale Frage vor dem Duell gegen den Rhein-Rivalen Bayer Leverkusen lautet: Wer wird Ragnar Ache ersetzen? Der Stürmer, der vor der Saison von Kaiserslautern kam, wird nicht nur aufgrund seiner sieben Tore und fünf Vorlagen schmerzlich vermisst, sondern auch als wichtiger Anspielpunkt in der Offensive. Ache war häufig der Spieler, der lange Bälle festmachen und den Mittelfeldspielern die Möglichkeit geben konnte, nachzurücken.
Wagner räumt ein, dass es eine Herausforderung sein wird, Ache zu ersetzen. „Es gibt nur einen Spieler, der Raggy ersetzen kann, und das ist Raggy selbst“, erklärt er. Dies bedeutet, dass die Statur und Spielweise des wuchtigen Stürmers beim FC nicht eins zu eins ersetzt werden kann.
Der Verein muss den schmerzhaften Ausfall kollektiv auffangen. „Es ist nicht einfach für uns. Ich möchte niemanden zu nahe treten, aber Raggy hat eine außergewöhnliche Qualität in der Luft. Wir müssen daher die richtige Kombination von Spielern finden, um den Ausfall gemeinsam zu kompensieren“, so der Trainer.
Da im Kader kein ähnlicher Spielertyp vorhanden ist, wird Wagner gezwungen sein, das Spielsystem anzupassen. Nur mit langen Bällen, wie in den vergangenen Wochen, wird es ohne den „König der Lüfte“ (Zitat Kwasniok) nicht funktionieren.
Eine naheliegende Option für die Position wäre Marius Bülter. Der Neuzugang, der stark in die Saison gestartet ist, ist der einzige verbliebene nominelle Stürmer, wenn man die jungen Spieler, die unter Wagner noch keine Chance erhalten haben, außen vor lässt.
Eine weitere Möglichkeit wäre, Said El Mala zusammen mit Luca Waldschmidt ins Spiel zu bringen. Waldschmidt hat zuletzt durch starke Joker-Einsätze überzeugt und hätte sich diese Chance verdient.
„Ein anderes Stürmer-Profil kann uns neue Möglichkeiten zwischen den Linien eröffnen. Vor allem haben wir viel Geschwindigkeit in der letzten Reihe“, sagt Wagner.
Der FC-Coach hält sich jedoch noch bedeckt, welche Variante er letztendlich wählen wird. „Luca ist immer eine Option für die Startelf. Ob dies so kommt, werden wir am Samstag sehen“, fügt er hinzu.