1. FC Köln und Trainer Kwasniok unzufrieden nach Unentschieden gegen Werder Bremen
Im Spiel zwischen dem 1. FC Köln und Werder Bremen, das mit einem 1:1 endete, zeigte sich FC-Trainer Lukas Kwasniok zeitweise äußerst unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.
In Bremen schien es lange Zeit so, als ob der 1. FC Köln die dritte Niederlage in Folge hinnehmen müsste. Die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok hatte insbesondere in der ersten Halbzeit erhebliche Schwierigkeiten. Es fehlte an Zugriff im Mittelfeld, Impulse nach vorne blieben aus, und anstelle eines konstruktiven Spielaufbaus gab es häufig lange Bälle von Torhüter Marvin Schwäbe, die den Bremern Ballbesitz ermöglichten.
Erst spät kam die Offensive des FC in Schwung, was auch daran lag, dass die Gastgeber ihr eigenes Spiel nach vorne nahezu eingestellt hatten. In der zweiten Minute der Nachspielzeit gelang Said El Mala das 1:1 und rettete Köln damit einen Punkt. Kwasnioks Unzufriedenheit war während des Spiels deutlich zu spüren; er tobte an der Seitenlinie. So hatte man den Coach in dieser Saison noch nicht erlebt: Kwasniok verwandelte sich in eine lebhafte Figur, brüllte, hüpfte und tobte.
Nach dem Spiel sprach er zwei Probleme an, die ihn störten. „Wir haben zu Beginn drei, vier Duelle nicht so geführt, wie es in der Bundesliga nötig ist“, äußerte Kwasniok seinen Unmut über die fehlende Energie auf dem Platz.
Die Ballverluste nach langen Abschlägen von Schwäbe waren ihm aufgrund der mangelnden Präsenz in den Zweikämpfen zu einfach: „Nach einem langen Abstoß, der erste oder der zweite Ball – da musst du im Duell auch mal als Sieger hervorgehen. Das war nicht der Fall.“
Darüber hinaus gab es taktische Probleme, da die Spieler den Plan ihres Trainers offenbar nicht verstanden hatten. Kwasniok gestand: „Wir hatten offensichtlich ein Sender-Empfänger-Problem in der ersten Halbzeit. Also der Trainer als Sender und die Mannschaft als Empfänger. Dadurch hatten wir einfach Zugriffsprobleme.“
Der Coach zeigte sich dabei äußerst selbstkritisch: „Die Jungs haben das nicht so gemacht, wie ich mir das vorgestellt habe. Das soll gar kein Vorwurf an die Jungs sein, sondern eher ein Vorwurf an meine Kommunikation im Vorfeld.“ Aufgrund des Missverständnisses in der Taktik kam es zu einem Kontrollverlust auf dem Feld und teilweise auch bei Kwasniok selbst.
„Sie wollten, aber sie haben keinen Zugriff bekommen, weil sie falsch angelaufen sind. Das war einfach bitter. Darüber hinaus war es auch mit dem Ball vogelwild. Das mussten wir in der Halbzeit korrigieren, da haben sie dann auch zugehört und es umgesetzt. Deswegen war es ein tolles Zusammenspiel im Team, aber ich hätte auf die Szenen in der ersten Halbzeit gerne verzichtet“, so der Trainer.