1860 München feiert Sieg gegen Ulm nach turbulentem Spiel

1860 München feiert Sieg gegen Ulm nach turbulentem Spiel

Nach sechs sieglosen Spielen hat der TSV 1860 München endlich wieder gewonnen und setzte sich mit 3:2 gegen den SSV Ulm durch. Im Sommer werden sechs Spieler den Verein verlassen, darunter drei, die in der Startelf standen.

München – Ein hartes Foul von Ulms Bazzoli blieb ohne Platzverweis, aber es gab einen Freistoß für die Löwen. Tim Danhof trat an und verwandelte den Ball über die Mauer ins Netz. Dies markierte den Beginn einer aufregenden Schlussphase und das Ende einer wachsenden Verunsicherung. Nach sechs sieglosen Spielen und dem Abgang von sechs Spielern in der vergangenen Woche, brachte das Team schließlich einen 3:2-Sieg (0:0) nach Hause. Der Freistoß von Danhof war eine willkommene Beruhigung. In der Mixed Zone sprach die Erleichterung aus seinen Worten.

„Vielleicht war das heute der Dosenöffner“, sagte Danhof. „Tommy hält uns mit seinen unglaublichen Paraden im Spiel.“ Thomas Dähne, der für seine Leistungen gelobt wurde, fügte hinzu: „Am Ende zählt nur eines: die drei Punkte. Hätten wir heute nicht gewonnen, wäre die Unruhe noch größer geworden.“ Auch Rückkehrer Sean Dulic sprach von einer „Befreiung“.

Wie verlief die Partie? Sie spiegelte das chaotische Bild wider, das die Löwen derzeit abgeben: ein wildes Spiel. „Wenn es zur Pause 4:4 gestanden hätte, hätte sich auch niemand gewundert“, meinte Trainer Markus Kauczinski über die erste Hälfte, in der seine Mannschaft „20 Minuten gebraucht hat, um reinzukommen“. Nach der Halbzeit setzte der 1860-Coach auf „mehr Kontrolle im Aufbau“, doch es bedurfte Danhofs Genialität, um den Knoten zu lösen.

„Er hat das großartig gemacht, Tim hat einfach das Talent“, lobte Kauczinski Danhofs direkt verwandelten Freistoß in der 74. Minute. Sigurd Haugen erhöhte in der 77. Minute mit einem prächtigen Schuss ins obere Eck, nachdem er zuvor mehrere klare Chancen vergeben hatte. In der 80. Minute erhielt Ulms Vukancic schließlich einen Platzverweis, gefolgt vom Anschlusstreffer durch Löder in der 83. Minute. Florian Niederlechner, der als Joker eingewechselt wurde, brachte nicht nur Schwung und Struktur ins Spiel, sondern erzielte auch das 3:1 in der 84. Minute, bevor Evan Brown den Endstand markierte.

Dennoch schwebte über allem das Personalbeben der Woche. Sechs Spieler werden den Verein im Sommer verlassen – eine harte Entscheidung, die die Gespräche auf den Tribünen dominierte. Intern jedoch schien dies nicht viel zu verändern. „In der Kabine hat das nicht viel verändert. Das gehört zum Geschäft dazu“, sagte Dähne. Ob man das glauben kann oder nicht: Der Verein befindet sich im Umbruch, während die Saison noch läuft.

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass 1860 München wieder siegen kann. Der Negativrekord von sieben Spielen ohne Sieg wurde abgewendet, der Tabellenplatz acht gefestigt und das Selbstvertrauen gestärkt. Die auseinanderfallende Mannschaft hat dennoch ein gemeinsames Ziel: das Toto-Pokalfinale am 23. Mai in Würzburg. „Ich bin froh, dass wir nach dieser langen Serie heute gewonnen haben – das war auch wichtig für unsere Fans“, betonte Kauczinski.

Der Einzug in den DFB-Pokal soll am Ende alle Schmerzen lindern. Auffällig ist, dass die sechs scheidenden Spieler keineswegs abgeschrieben sind. In Schifferl, Jacobsen und Wolfram standen gleich drei von ihnen in der Startelf.

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