Aboubaka Soumahoro Verpasst U20-Weltmeisterschaft für HSV
Aboubaka Soumahoro war in den letzten drei Spielen des Hamburger SV nicht im Kader. In dieser Zeit hätte er die Möglichkeit gehabt, bei der U20-Weltmeisterschaft in Chile teilzunehmen.
Hamburg – Der Verteidiger kam in den vergangenen drei Partien für den HSV nicht zum Einsatz. Er hätte in diesem Zeitraum an der U20-WM in Chile teilnehmen können. Insgesamt hat Soumahoro acht Spiele für die französische U20-Nationalmannschaft bestritten. Diese Zahl wäre deutlich höher, wenn er nicht die ersten sechs Monate des Jahres aufgrund von Verletzungen verpasst hätte. Nach seiner Genesung kehrte er direkt ins Team zurück und absolvierte Anfang September zwei Testspiele gegen Spanien. Seine Nominierung für die am 27. September beginnende U20-WM galt als sehr wahrscheinlich.
„Er war vorab ausgewählt. Aber für uns war schnell klar, dass wir Abou hier brauchen“, berichtete HSV-Sportdirektor Claus Costa. Daher entschied sich der Verein, Soumahoro nicht nach Chile reisen zu lassen. Im Gegensatz zu den A-Nationalmannschaften besteht keine Verpflichtung zur Abstellung für U-Mannschaften. „Es ist natürlich eine Auszeichnung, wenn unsere Spieler nominiert werden“, betonte Costa, doch letztlich überwogen die Interessen des Vereins, der bis zu fünf Wochen auf den Linksfuß hätte verzichten müssen.
Währenddessen spielte Soumahoro beim HSV jedoch eine untergeordnete Rolle. Bei der 0:5-Niederlage in München musste er frühzeitig das Feld verlassen, nachdem er Gelb gesehen und einen Handelfmeter verursacht hatte. Im darauffolgenden Heimspiel gegen Heidenheim blieb er komplett auf der Bank, fiel gegen Union Berlin krankheitsbedingt aus und schaffte es beim jüngsten 4:0-Sieg gegen Mainz nicht in den Kader.
Frankreich erreichte in der Nacht auf Donnerstag das Viertelfinale der U20-WM, wo Norwegen wartet. „Im Nachhinein könnte man sagen, dass eine U20-WM für ihn nicht verkehrt gewesen wäre“, äußerte Costa, stellte jedoch klar: „Aber diese Beurteilung stellt sich gar nicht. Wir haben voller Überzeugung gesagt, dass das kein Thema ist, weil wir ihn hier brauchen.“
Am Mittwoch absolvierte der im Winter für rund zwei Millionen Euro vom Paris FC verpflichtete Soumahoro ein internes Testspiel über 60 Minuten. Angesichts der zuletzt stabilen Defensive des HSV, die in den letzten zwei Spielen kein Gegentor kassiert hat, scheint eine Rückkehr in die Anfangsformation derzeit jedoch unwahrscheinlich.
(Dieser Artikel entstand in Kooperation mit nurdieraute)