Absage der Finalissima aufgrund des Konflikts im Nahen Osten
Der eskalierte Konflikt im Nahen Osten hat das nächste Sporthighlight aus dem Kalender gestrichen. Ein Ersatztermin ist bislang nicht in Sicht.
Katar – Der CONMEBOL-UEFA-Pokal der Champions, allgemein bekannt als Finalissima, sollte am 27. März in Katar stattfinden. Die militärische Eskalation im Nahen Osten hat jedoch zur Absage des Spiels geführt. Die UEFA gab bekannt, dass Katar aufgrund der jüngsten Konflikte nicht mehr als sicherer Austragungsort in Frage komme. Nach der Absage von zwei Formel-1-Rennen in der Region verschwindet nun ein weiteres sportliches Highlight.
Die Finalissima ist ein prestigeträchtiges Duell zwischen dem amtierenden Europameister und dem aktuellen Sieger der Copa America, das erstmals im Jahr 1985 ausgetragen wurde. In Katar hätten sich Spanien, nach dem EM-Sieg 2024, und Argentinien, die im gleichen Jahr ihren Titel verteidigen konnten, gegenübergestanden.
Die UEFA hatte intensiv daran gearbeitet, das Spiel zu retten, und prüfte mehrere Alternativen. Ein Vorschlag war, das Spiel ins Estadio Santiago Bernabéu in Madrid zu verlegen. Eine weitere Option sah ein Hin- und Rückspiel vor, bei dem das zweite Duell in Buenos Aires stattfinden sollte. Doch der argentinische Fußballverband lehnte diese Vorschläge ab.
Stattdessen schlug Argentinien vor, das Spiel nach der anstehenden Weltmeisterschaft auszutragen. Auch dieser Plan scheiterte, da im spanischen Spielplan keine freien Termine verfügbar waren. Letztlich erklärte sich Argentinien lediglich bereit, am 31. März, vier Tage nach dem ursprünglich geplanten Datum, zu spielen. Dieser Termin war jedoch für die UEFA und den spanischen Verband nicht umsetzbar.
Die UEFA dankte in ihrer Mitteilung den Behörden in Katar, dem spanischen Verband und Real Madrid für ihre Unterstützung bei der Suche nach Lösungen. Der argentinische Verband wurde jedoch nicht erwähnt. Die letzte Finalissima fand 2022 im Londoner Wembley-Stadion statt, wo Argentinien Italien mit 3:0 besiegte.
Die Begeisterung für das Spiel war beim Titelverteidiger von Anfang an gering. Berichten zufolge lehnte Trainer Lionel Scaloni das Spiel ab, aus Angst vor einer Wiederholung der 1:6-Niederlage gegen Spanien kurz vor der WM 2018. Zudem pochte der argentinische Verband auf eine Vergütung wie bei einer Austragung in Katar.