AC Mailand sucht Sportchef: Markus Krösche im Fokus
Der AC Mailand ist auf der Suche nach einem neuen Sportchef und hat Eintracht-Manager Markus Krösche auf seine Liste gesetzt. Krösche verfügt über eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag.
Markus Krösche, der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, hat nach einer anspruchsvollen Saison keine Zeit, um sich zu erholen. Der 45-Jährige plant, den Kader des Bundesligisten umfassend umzugestalten. Dabei sollen kaum Spieler unverändert bleiben. Auch Spieler mit laufenden Verträgen stehen auf der Abschussliste, nicht nur potenzielle Megaseller wie Nathaniel Brown, dessen Wechsel zu Bayern München in dieser Woche für rund 60 Millionen Euro abgeschlossen werden soll. Ein Teil dieser Summe wird an den 1. FC Nürnberg, Browns ehemaligen Klub, fließen.
Selbst etablierte Spieler wie Arthur Theate, Jean-Matteo Bahoya, Can Uzun, Hugo Larsson, Ellyes Skhiri, Fares Chaibi, Aurele Amenda und Michael Zetterer sind nicht unverkäuflich. Einige Verantwortliche würden sich freuen, mit bestimmten Spielern wie Theate, Skhiri und Chaibi einen Schlussstrich ziehen zu können, während andere, wie Bahoya, Larsson und Uzun, potenziell hohe Ablösesummen einbringen könnten. Neuer Trainer Adi Hütter würde sich sicherlich wünschen, am 11. Juli, dem Tag des Trainingsauftakts, bereits einige Neuzugänge begrüßen zu können.
Es gibt also viel zu tun. Zudem steht ein Trip in die USA an, in dessen Rahmen sich die gesamte Bundesliga zwischen dem zweiten und dritten Gruppenspiel in New York trifft. In der heutigen Zeit spielt der Standort für Transfers jedoch kaum noch eine Rolle.
Inmitten dieser Betriebsamkeit gibt es nun Berichte, dass der italienische Topklub AC Mailand, der in der Serie A enttäuschend den fünften Platz belegt hat, auf der Suche nach einem neuen Sportchef bei Markus Krösche gelandet ist. Krösche hat sich in Europa einen hervorragenden Ruf als Verkäufer erworben. Der US-Eigentümer hat kürzlich die gesamte Führungsmannschaft entlassen.
AC Mailand, der über finanzielle Mittel von 14 Milliarden Dollar verfügt, sucht nicht nur einen neuen Trainer, sondern auch eine sportliche Leitung. Als möglicher neuer Trainer wurde der ehemalige Eintracht-Coach Oliver Glasner gehandelt, doch diese Spur scheint erloschen. Stattdessen stehen Ruben Amorim und Matthias Jaissle ganz oben auf der Liste. Jaissle, der in der Wüste trainiert, war bereits ein Ziel von Krösche, der ihn einmal nach Frankfurt lotsen wollte. Nach dem Rauswurf von Albert Riera war Jaissle erneut im Gespräch, doch letztlich entschied sich Krösche für Adi Hütter.
Diese Entscheidung scheint weise, da sie Stabilität verspricht. Sollte Krösche den Verein im Sommer 2027, ein Jahr vor Ablauf seines Vertrags, verlassen, würde er den Klub in einer soliden sportlichen Lage und mit einem erfahrenen Trainer übergeben.
Ein plötzlicher Abgang Krösches erscheint daher unwahrscheinlich. Im Führungskreis des Klubs herrscht Gelassenheit, und es sind keine Informationen über eine mögliche Trennung an die Öffentlichkeit gelangt. Aktuell rechnet niemand mit einem überraschenden Ende der Zusammenarbeit, da eine solche Entscheidung inmitten der umfassenden Umstellungen im Kader ungünstig wäre.
Zusätzlich gilt Krösche als verantwortungsbewusster Macher, der sich nicht leicht von äußeren Einflüssen leiten lässt – ein eher unwahrscheinliches Szenario im aufgeregten Mailänder Umfeld, in dem auch Zlatan Ibrahimovic eine Rolle spielt. Zudem ist nicht bekannt, dass Italien ein Traumziel für Krösche darstellt. Es sei jedoch erwähnt, dass seine Ausstiegsklausel erst Anfang 2027 greift.
Dennoch, in der sich ständig verändernden Welt des Fußballs ist nichts unmöglich und nichts auszuschließen.