Adam Aznou: Debüt für Everton mit gemischten Gefühlen
Der Wechsel von Adam Aznou vom FC Bayern München zu FC Everton hat für viel Aufsehen gesorgt. Sein Debüt für den neuen Klub verlief jedoch alles andere als optimal.
In München und Liverpool wurde über den Transfer des 19-jährigen Außenverteidigers diskutiert, der in den letzten Wochen auf einen Wechsel gedrängt hatte, nachdem er bei der Klub-WM nur begrenzt zum Einsatz gekommen war. Der FC Bayern kam schließlich seinem Wunsch nach, und Aznou unterschrieb einen Vierjahresvertrag bei den Toffees.
Der FC Bayern erhielt eine feste Ablöse von neun Millionen Euro, die durch Bonuszahlungen auf bis zu zwölf Millionen Euro steigen kann. Max Eberl, Sportvorstand des FC Bayern, äußerte in einer Pressemitteilung Bedauern über den Abschied, betonte jedoch, dass die Tür beim Rekordmeister immer offen steht für Spieler, die sich den gemeinsamen Zielen voll und ganz widmen.
Es gab jedoch auch Kritik an Aznous Einstellung. Laut Sky Sport soll der marokkanische Nationalspieler im Training während der Klub-WM nachgelassen haben, was bei Trainer Vincent Kompany und seinem Team für Enttäuschung sorgte. Der ehemalige Bundesliga-Profi Torben Hoffmann meinte: „Talent allein reicht einfach nicht. Du musst bei jedem Training 100 Prozent geben.“
Aznous erstes Spiel für die U21-Mannschaft von Everton in der EFL Trophy verlief ebenfalls unglücklich. Die jungen Toffees mussten sich den Doncaster Rovers mit 1:2 geschlagen geben. Der 19-Jährige, der gerade von einer Sprunggelenksverletzung zurückgekehrt war, zeigte zwar eine ordentliche Leistung, wurde jedoch kurz vor Schluss ausgewechselt und musste den späten Ausgleich sowie den Siegtreffer der Doncaster Rovers von der Bank aus beobachten.
Mit dem Wechsel zu Everton sind große Erwartungen verbunden. Der junge Spieler, der 2022 aus der Jugendabteilung des FC Barcelona nach München gewechselt war, hofft nun auf den Durchbruch, der ihm beim FC Bayern nicht gelang. Die Premier League bietet ihm die Bühne, um sein Potenzial unter Beweis zu stellen. Doch die Herausforderungen sind groß, und Aznou muss zeigen, dass er aus seinen Erfahrungen beim FC Bayern gelernt hat. Bei Everton wird er sich beweisen müssen, um sich einen Platz im Profikader zu sichern.