Adi Hütter verlässt AS Monaco: Rückkehr in die Bundesliga möglich?
Mit dem Beginn des Herbstes und dem nahenden Winter geraten die ersten Trainerpositionen ins Wanken. Könnte dies in dieser Saison eine Rückkehr für einige Trainer bedeuten?
Monaco – Die Entlassung von Adi Hütter als Trainer der AS Monaco am 10. Oktober war für viele Außenstehende schwer nachvollziehbar. „Was mir bleibt, sind fast ausschließlich positive Erlebnisse und vor allem die großen Erfolge in den zwei Jahren, in denen ich AS Monaco zurück in die Top 3 Frankreichs und nach langer Zeit sogar zweimal in Folge in die Champions League geführt habe“, erklärte der Österreicher.
Hütter trat mit Stil zurück und äußerte sich respektvoll: „Trotzdem trennen sich manchmal aus verschiedenen Gründen die Wege, und das ist in diesem Fall für mich auch absolut in Ordnung. Ich hinterlasse eine intakte und funktionierende Mannschaft mit großartigen Charakteren. Ich wünsche den Verantwortlichen, den Spielern, den Mitarbeitern und dem gesamten Klub nur das Beste für die Zukunft.“ So kann eine Trennung aussehen.
Laut Informationen von Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports, gab es übergeordnete Gründe für die Entscheidung. Sportlich lief es in der aktuellen Saison, abgesehen von einer 1:4-Niederlage in der Champions League in Brügge, insgesamt ordentlich. Die Pressemitteilung des Klubs war kurz und enthielt kein Zitat eines Verantwortlichen.
Bislang hat sich dieser Schritt jedoch nicht rentiert. Aus den folgenden sieben Pflichtspielen konnte das Team lediglich drei Siege verbuchen. In der Ligue 1 fiel der Klub von Platz fünf auf Platz sechs. Am Samstagabend verloren die Monegassen ihr Heimspiel gegen RC Lens, einen direkten Konkurrenten im Rennen um die Champions-League-Qualifikation, mit 1:4.
Hütter kann die Entwicklung seines ehemaligen Klubs gelassen verfolgen. Er ging mit erhobenem Haupt und ist bereit für eine neue Herausforderung. Im Herbst und Winter gibt es einige unsichere Trainerpositionen, und das Trainerkarussell dreht sich immer schneller. Auch in Deutschland werden die Entscheidungsträger Woche für Woche nervöser.
Daher stellt sich die Frage: Könnte der 55-Jährige im Laufe der Saison nach über drei Jahren Abstinenz in die Bundesliga zurückkehren? Hütter erlebte seine erfolgreichste Zeit in Deutschland bei Eintracht Frankfurt. Er übernahm den Pokalsieger im Sommer 2018 und führte das Team mit spektakulärem Offensivfußball und der Entwicklung der „Büffelherde“ bis ins Halbfinale der Europa League.
Im Sommer 2021 zog er seine Ausstiegsklausel von 7,5 Millionen Euro und wechselte überraschend zu Borussia Mönchengladbach. Hütter führte die Hessen auf den fünften Platz, obwohl das Ende seiner Amtszeit unglücklich und sehr emotional war. Diese Entscheidung sollte sich jedoch nicht auszahlen, da er am Niederrhein keine bleibenden Spuren hinterließ und die Wege nach nur einer Spielzeit wieder trennten.
Nach einem Jahr Pause führte ihn sein Weg ins Fürstentum. Es ist bereits jetzt abzusehen, dass Hütters Name in der Gerüchteküche auftauchen wird. Sandro Wagner erlebt eine schwierige Zeit beim FC Augsburg, und die Amtszeit von Paul Simonis beim VfL Wolfsburg endet nach wenigen Monaten bereits wieder.
Wo Adi Hütter zukünftig sein wird, bleibt derzeit unklar. Doch wenn die Niedersachsen Gespräche mit potenziellen Nachfolgern für Simonis aufnehmen, könnte auch Hütters Telefon läuten. Der erfahrene Trainer wäre auf dem Papier eine passende Wahl für ein Team dieser Klasse.