Alexander Sixt wird neuer Vorsitzender des FC Bayern

Alexander Sixt wird neuer Vorsitzender des FC Bayern

Mit einem großen Knall hat sich Dieter Reiter im März vom FC Bayern getrennt. Nun steht sein Nachfolger fest: Alexander Sixt, ein bekannter Unternehmer und Milliardär.

München – Die Meldung auf der Homepage des FC Bayern war zunächst eher unscheinbar, doch die Ankündigung am Freitagabend vor dem Auswärtsspiel in Mainz hat weitreichende Konsequenzen. Knapp eineinhalb Monate nach dem Rücktritt von Dieter Reiter wurde Alexander Sixt, ein gebürtiger Münchner, zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

Der 47-jährige Milliardär wird sein Amt in der nächsten Sitzung des Aufsichtsrats Ende Mai antreten. Ab sofort wird Sixt an den entscheidenden Themen des FC Bayern mitwirken. „Alexander Sixt bringt alles mit, um den FC Bayern bei seiner Weiterentwicklung zu unterstützen“, erklärte Präsident Herbert Hainer und lobte den Co-Vorsitzenden des gleichnamigen Autovermietungsunternehmens.

„Er verfügt über einen umfangreichen wirtschaftlichen Hintergrund und ein großes Netzwerk, das frische Impulse liefern wird.“ Sixt ist seit Februar Mitglied des Gremiums, das nach Reiters Rücktritt aus elf Mitgliedern besteht. Laut Satzung müssen es mindestens neun und höchstens 15 Mitglieder sein, eine Nachbesetzung für den scheidenden Münchner Oberbürgermeister war also nicht erforderlich. Dennoch musste eine Wahl stattfinden, die ohne vorgegebenen Zeitrahmen durchgeführt wurde. Hainer und sein Team legten jedoch Wert darauf, die Personalie vor der nächsten regulären Aufsichtsratssitzung zu klären.

Sixt beginnt seine Aufgabe „mit großem Respekt“. Seit seiner frühesten Jugend ist der Sohn des ehemaligen Sixt-Chefs Erich Sixt (81) und seiner Frau Regine Sixt (83) Mitglied des FC Bayern. Jetzt möchte er dazu beitragen, dass der Verein „weiterhin Maßstäbe setzt – sowohl auf als auch außerhalb des Spielfelds“.

Alexandra Schörghuber bleibt weiterhin als seine Stellvertreterin aktiv. Sie wurde bereits seit 2016 unter dem Vorsitz von Edmund Stoiber als Vize gewählt und hatte interimsmäßig die Aufgaben von Reiter übernommen. Die kompetente und vertrauenswürdige Unternehmerin wird jedoch nicht die erste Frau im Aufsichtsrat sein.

Sixt ist nun Teil des neunköpfigen Gremiums, das Großinvestitionen genehmigen und Personalentscheidungen treffen muss. Auf der Tagesordnung für die Sitzung im Mai stehen Sixts Einstand sowie die Zukunft von Sportvorstand Max Eberl. Inmitten von Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und weiteren Wirtschaftsgrößen wird Sixt die Gelegenheit haben, seine Vision für die Zukunft seines Herzensvereins zu präsentieren.

Topics

Related news