Andreas Möller über seine Zeit beim BVB und den Wechsel zu Schalke
Andreas Möller blickt in einem Interview auf seine glanzvolle Zeit beim BVB zurück und spricht über den schwierigen Wechsel zu Schalke.
Dortmund – Andreas Möller zählt zu den prägendsten Persönlichkeiten des deutschen Fußballs der 1990er-Jahre. Als Weltmeister, Europameister, Champions-League-Sieger und Publikumsliebling hat er Spuren hinterlassen. Im Gespräch mit SPORT1 reflektiert der 58-Jährige über seine bewegte Karriere und äußert große Dankbarkeit für seine Jahre bei Borussia Dortmund.
„Ich hatte so traumhaft schöne Jahre beim BVB“, erinnert sich Möller. Zwischen 1994 und 2000 feierte der Offensivspieler mit den Schwarz-Gelben seine größten Erfolge, darunter den Champions-League-Sieg 1997 sowie zwei Meistertitel. Besonders die Zusammenarbeit mit Trainer Ottmar Hitzfeld prägte ihn: „Unter ihm hatte ich meine beste Zeit von 1994 bis 1997.“
Trotz seiner Erfolge war Möller nie unumstritten – weder in Dortmund noch später auf Schalke. Der Frankfurter sieht das jedoch gelassen: „Viele Fans sagten: ‚Andy Möller – super Fußballer, genial, schnell, torgefährlich.‘ Andere hingegen sagten: ‚Nee, gefällt mir nicht, der ist zu theatralisch.‘ Ich habe polarisiert.“
Sein Wechsel von Borussia Dortmund zu Erzrivalen Schalke 04 im Jahr 2000 sorgte für Aufsehen. „Es war keine Entscheidung gegen den BVB, sondern eine persönliche Entscheidung, eine neue Herausforderung anzunehmen“, erklärte Möller. Er war sich der Enttäuschung vieler Dortmunder Anhänger bewusst, spürte jedoch, dass seine Zeit in Dortmund zu Ende ging. „Es war Chance und Risiko zugleich – und im Buch beschreibe ich diesen Wechsel.“
Trotz des umstrittenen Transfers bleibt seine Zuneigung zu Dortmund ungebrochen. Die Meisterjahre 1995 und 1996 sowie das Champions-League-Finale von 1997 nennt Möller „Momente, die man nie vergisst“. Auch seine Mitspieler sind ihm bis heute in Erinnerung geblieben: „Besonders mit Steffen Freund hatte ich eine super Zeit beim BVB. Wir waren Buddies auf und neben dem Platz.“
Und was bleibt nach einer Karriere voller Höhen und Tiefen? Möller zögert keine Sekunde: „Ich bereue gar nichts. Wenn jemand fragt: ‚Würden Sie das alles nochmal so erleben wollen?‘ – ja, sofort.“ Sein Wunsch, was die Leser seines Buches über ihn denken sollen, klingt typisch für Andreas Möller: „Oh, verdammt – der hat echt eine geile Karriere gehabt!“