Argentinien im WM-Finale: Bevorzugung durch die FIFA?
Argentinien hat zum zweiten Mal in Folge das WM-Finale erreicht. Die Frage, die sich viele stellen, ist, ob die Südamerikaner dabei bevorzugt behandelt werden. Besonders FIFA-Präsident Gianni Infantino sieht sich in der Kritik.
In Atlanta trat der Titelverteidiger erneut im Finale an. Die argentinische Mannschaft hielt während der WM 2026 an ihrem Stil fest und gewann das Halbfinale mit 2:1 durch zwei späte Tore. Dabei fiel auf, dass Lionel Messi und seine Mitspieler häufig in der Schlussphase treffen. Gibt es möglicherweise eine Bevorzugung durch die FIFA? Seit Wochen kursieren Spekulationen, dass Infantino Messi ins Endspiel hieven möchte.
In den sozialen Medien verbreiten sich zahlreiche KI-generierte Bilder und Videos, die zeigen, wie FIFA-Präsident Gianni Infantino den besten Torschützen der WM-Geschichte verehrt. Ein Vorfall zu Beginn des Turniers könnte diese Diskussion angeheizt haben: Im ersten Gruppenspiel gegen Algerien (3:0) foulte Messi seinen Gegenspieler brutal, doch Schiedsrichter Szymon Marciniak zeigte nicht einmal Gelb.
Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich äußerte sich überrascht und bemerkte, dass dies eigentlich eine rote Karte hätte nach sich ziehen müssen. Die beiden Tore gegen Algerien nach dem Foul sowie der Doppelpack in der darauffolgenden Partie gegen Österreich wären bei einer roten Karte nicht gefallen, was Kylian Mbappe in der ewigen Torschützenliste voranbringen könnte.
Im Achtelfinale gegen Ägypten war der Trainer der gegnerischen Mannschaft, Hossam Hassan, wütend über Messi. Sein Team führte sensationell mit 2:0, verlor jedoch letztendlich mit 2:3. „Das war ganz klar ein manipuliertes Spiel. Vielleicht wollte man den Weltmeister im Wettbewerb halten oder sicherstellen, dass Messi im Rennen bleibt“, äußerte er seinen Verdacht. Schiedsrichter Francois Letexier konnte jedoch keine gravierenden Fehlentscheidungen nachgewiesen werden.
Statistiken zeigen, dass ein Argentinier nur alle 19,7 Fouls mit Gelb bestraft wird, während der Halbfinalgegner England doppelt so viele Verwarnungen erhält. Zudem sind Elfmeter für die Albiceleste keine Seltenheit. Bis zum Viertelfinale gab es 2026 drei Elfmeter – doch der vermeintlich bevorzugte Lionel Messi verschoss gleich zweimal, was seine persönliche WM-Elfmeter-Statistik weiter verschlechterte.
Wie steht es um die Sympathie von Präsident Infantino für Messi? Nicht nur der lateinamerikanische Sender DSports berichtete, dass der Schweizer von dem argentinischen Superstar schwärmt. „Messi spielt außergewöhnlich. Aber wir kennen ihn: Er ist ein Star und es macht uns immer Freude, ihm zuzusehen“, jubelte er nach dem 3:2-Sieg im Sechzehntelfinale gegen Kap Verde. Der 2:1-Sieg im Halbfinale gegen England war letztendlich verdient, die beiden argentinischen Tore und Messis Vorlagen waren unumstritten.