Arjen Robben sorgt für Aufregung am Spielfeldrand

Arjen Robben sorgt für Aufregung am Spielfeldrand

Der ehemalige Bayern-Star Arjen Robben sorgt am Spielfeldrand für Aufsehen. Bei einem Jugendspiel seines Sohnes kam es zu hitzigen Szenen, auf die der Verein reagierte.

München – Arjen Robben zählte als Spieler zu den ehrgeizigsten Profis seiner Generation. Als Teil des legendären Duos „Robbery“ prägte er eine der erfolgreichsten Ären des FC Bayern München, die 2013 mit dem Champions-League-Triumph gegen Borussia Dortmund ihren Höhepunkt fand. Seit seinem Rücktritt vom aktiven Fußball ist es ruhiger um den Niederländer geworden. Nun sorgt er jedoch direkt am Spielfeldrand für Schlagzeilen.

Robben trainiert mittlerweile die U14 seines Heimatvereins FC Groningen, wo auch sein Sohn Kai spielt. Während eines Spiels gegen Viktoria Hilversum war der 42-Jährige sichtlich unzufrieden mit der Schiedsrichterleistung. Er diskutierte heftig, redete auf den Unparteiischen ein und zeigte mehrfach auf das Spielfeld. In dieser Situation gesellte sich der bekannte niederländische TV-Moderator Wilfred Genee dazu, dessen Sohn bei Hilversum spielt.

Als Genee den Ex-Profi auf eine Spielsituation aufmerksam machte, reagierte Robben impulsiv: Er schubste den 58-Jährigen an der Schulter und äußerte laut einem Bericht der Bild-Zeitung: „Du solltest dich da nicht einmischen!“ Genee zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht: „Er hatte den Schiedsrichter die ganze erste Halbzeit über beschimpft. Da denkt man sich wirklich: Mann, benimm dich doch einfach normal.“

Auch der niederländische Sportjournalist Valentijn Driessen meldete sich zu Wort. In einem Podcast der Zeitung „De Telegraaf“ berichtete er, Genee habe ihm vor dem Vorfall gesagt, dass Robben „unheimlich nervig am Spielfeldrand“ sei. Driessens Kommentar fiel entsprechend ironisch aus: „Ein gutes Vorbild für einen Jugendtrainer, nebenbei bemerkt.“

Der FC Groningen sah sich am Dienstag, dem 14. April, zu einer offiziellen Stellungnahme genötigt. In einer Mitteilung auf X erklärte der Klub: „Der Klub bestreitet, dass Arjen den Schiedsrichter während oder rund um das Spiel unhöflich behandelt hat.“ Zudem betonte der Verein: „Als Fußballvereine betrachten wir die Einmischung von Eltern am Spielfeldrand als unerwünscht.“ Man betrachte die Angelegenheit als abgeschlossen.

Diese Episode zeigt, dass Robbens unbändiger Ehrgeiz, der ihn als Spieler so erfolgreich machte, auch als Jugendtrainer nicht verschwunden ist. Bereits während seiner aktiven Karriere galt er als Hitzkopf – unvergessen der Streit mit Franck Ribéry, der ihm 2012 einen Faustschlag verpasste, weil beide einen Freistoß schießen wollten. Ob Robben, der inzwischen auch in einer anderen Sportart aktiv ist, mit Konsequenzen von seinem Heimatklub rechnen muss, bleibt vorerst unklar.

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