Atakan Karazor führt VfB Stuttgart zum Sieg und spricht über familiären Rückhalt
Atakan Karazor führte den VfB Stuttgart beim 2:1-Sieg gegen den 1. FC Köln erneut als Kapitän aufs Feld. Im Anschluss an das Spiel äußerte er sich über die Unterstützung seiner Familie.
Köln/Stuttgart – Karazor, der zuletzt nicht in der Startelf gestanden hatte, ließ sich von den jüngsten Diskussionen nicht beeinflussen. „Wie lange war ich jetzt nicht in der Startelf? Zwei Spiele, eine Woche ungefähr, ne?“, bemerkte der defensive Mittelfeldspieler nach dem Erfolg gegen Köln gegenüber den Journalisten.
In der Tat hatte er in den letzten zwei Partien, gegen den FC St. Pauli (2:0) und Celta Vigo (2:1), dem 20-jährigen Chema Andres den Vortritt lassen müssen. Ein weiterer Verzicht auf ihn in Köln hätte Trainer Sebastian Hoeneß als ein klares Zeichen gegen seinen Kapitän gewertet, der als sein selbst ernannter Spieler des Vertrauens gilt.
Ein solches Vorgehen hätte die Diskussionen um Karazors Stellung im Team weiter angeheizt und die Frage aufgeworfen, ob Chema bereits der bessere Partner für Angelo Stiller auf der Doppelsechs ist. Stattdessen sorgte Hoeneß mit der Nominierung von Karazor für vorläufige Ruhe und gab Chema die verdiente Verschnaufpause.
Bei seinem Comeback in der Startelf überzeugte Karazor als fleißiger Arbeiter und zeigte eine solide Leistung. Obwohl es nicht herausragend war, war es vor allem nach seinem schwachen Auftritt gegen Celta Vigo ein Schritt in die richtige Richtung. Auf Nachfrage von Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports, bestätigte Karazor, dass er die Diskussionen um seinen Stammplatz „natürlich wahrgenommen“ habe.
Auch einige Familienmitglieder hätten ihn darauf angesprochen und ihm Mut zugesprochen. Diese Unterstützung tat ihm gut, wie Karazor verriet: „Das finde ich dann irgendwo schön, da weißt du einfach, dass du Menschen um dich herum hast, die dich wirklich lieben – egal was passiert. Und das ist auch das, was am Ende des Tages wichtig ist.“
Karazor spürt auch den Rückhalt innerhalb der Mannschaft und verwies auf die Geschlossenheit des Teams, das sich von öffentlichen Diskussionen nicht beeinflussen lässt. Die drei Punkte in Köln gaben nicht nur Karazor, sondern der gesamten Mannschaft ein positives Gefühl.
Die Frage, wer Stuttgart am Donnerstag (21 Uhr/RTL) in der Europa League gegen den FC Basel als Kapitän aufs Feld führen wird, bleibt offen. Sollte Karazor nicht auf dem Platz stehen, ist der aktuelle Ersatzkapitän Ermedin Demirovic bereit, der ebenfalls keine Diskussionen um das Kapitänsamt aufkeimen lassen wollte.