Ausstellung zu den deutschen WM-Erfolgen im Rockefeller Center

Ausstellung zu den deutschen WM-Erfolgen im Rockefeller Center

Während der Fußball-Weltmeisterschaft gibt es zahlreiche Ausstellungen zu entdecken, unter anderem eine, die die Erfolge der deutschen Nationalmannschaft würdigt.

New York – Hier präsentiert sich ein faszinierender Anblick: Regenbogenflaggen, die harmonisch neben großen Sternenbanner wehen. Ein wahrhaftiger Ausdruck von Vielfalt und US-Patriotismus. Wer über den Rockefeller Plaza schlendert, erlebt diesen einzigartigen Ort inmitten von New York, der mit dem Rockefeller Center ein Stück amerikanischer Geschichte verkörpert. Dort hat die FIFA im Rahmen der WM eine Sonderausstellung organisiert, die erfreulicherweise kostenlosen Eintritt bietet, während der Zugang zur Aussichtsplattform („Top of the Rock“) mit 45 US-Dollar zu Buche schlägt.

Was erwartet die Besucher bei „Legacies of Champions“? Hinter Glas präsentiert sich eine sorgfältige Sammlung: alle 48 Trikots der teilnehmenden Mannschaften, eine Nachbildung der WM-Trophäe, ein Spielplan mit Landkarte (ein beliebtes Fotomotiv) sowie Erinnerungen an alle bisherigen 22 Weltmeisterschaften. Der erste Eindruck ist: klein, aber fein. Jede Ausgabe von 1930 bis 2022 wird mit viel Liebe zum Detail gewürdigt. Das in diesem FIFA-Museum vorherrschende Motto könnte dem ansonsten auf Expansion fokussierten Weltverband als Leitlinie dienen: weniger ist mehr.

Besonders interessant ist die Ausstellung der vier deutschen WM-Titel. Ein genauerer Blick lohnt sich: 1954 wird ein Stück Tornetz aus dem Wankdorfstadion in Bern präsentiert. 1974 gibt es ein grünes Trikot von Jürgen Grabowski zu sehen. 1990 zeigt ein Trikot im Zackenmuster von Andreas Brehme. Und 2014 sind die gelben Schuhe von Mario Götze ausgestellt. Diese Schuhe, die er beim entscheidenden 1:0 im WM-Finale trug, reichen bis zum Knöchel, haben zehn integrierte Kunststoffstollen und tragen seine Unterschrift.

Die Schuhe strahlen förmlich, zumal daneben ein leicht angegrautes Stück Rasen aus dem Maracanã liegt. Jeder deutsche Fan verweilt hier etwas länger. Es fehlt nur noch der Kommentar des ARD-Reporters Tom Bartels: „Mach ihn! Mach ihn! Er macht ihn! Mario Götzeeee!“

Am 24. Juni wird der Profi von Eintracht Frankfurt in Originalgröße zu sehen sein. Dann steht sein Besuch in den USA an, nicht nur im Rockefeller Center, sondern auch im German House of Soccer. „Super Mario“ wird sicher guter Laune sein, auch wenn dieses Tor in seinem Leben nicht nur ein Segen war. Aber das ist eine andere Geschichte, die er vielleicht nicht erzählen muss.

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