Bartosch Gaul startet neues Abenteuer in Japan
Bartosch Gaul blickt auf einen spannenden Karriereweg zurück und wagt mit 38 Jahren den Schritt in eine völlig neue Fußballkultur in Japan.
In Hiroshima ist die Stimmung bei Bartosch Gaul hervorragend, als er sich über eine Videokonferenz mit Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports, zum Gespräch trifft. Der Trainer hat sich bereits gut in seiner neuen Heimat eingelebt. Es ist 22:15 Uhr japanischer Zeit (14:15 Uhr in Deutschland), als er über seine ersten Schritte bei Sanfrecce spricht.
Er berichtet von seinem Abenteuer im Fernen Osten, seinem Entdeckergeist sowie den kulturellen Unterschieden und erwähnt auch seinen früheren Verein, den FC Schalke 04.
Vor einigen Wochen hatten wir bereits ein Treffen, bei dem wir uns 20 bis 30 Minuten unterhielten. Roger Schmidt ist ein äußerst angenehmer Mensch, mit dem sich hervorragend über Fußball diskutieren lässt. Besonders spannend finde ich, dass er regelmäßig in Japan ist, Spiele beobachtet, sich mit Trainern und Sportdirektoren austauscht und teilweise auch mit Nationalmannschaften zusammenarbeitet. Er erzählte mir, dass er beispielsweise mit der japanischen U16 trainiert hat.
Diese Trainingseinheiten werden aufgezeichnet und gemeinsam mit den Trainern ausgewertet. Roger Schmidt leistet einen wertvollen Beitrag zum japanischen Fußball, indem er eine neue Perspektive einbringt. Zudem ist mir aufgefallen, dass er versucht, die teilweise sehr starren Hierarchien im japanischen Fußball zu lockern. Jüngere Spieler sollen auch dann mehr Chancen erhalten, wenn erfahrene, etablierte Spieler noch im Kader sind.