Bastian Dankert verteidigt Entscheidung im Bayern-Dortmund-Spiel
München – Der FC Bayern München hat das prestigeträchtige Duell gegen Borussia Dortmund mit 2:1 gewonnen. Trotz des Sieges stand der Schiedsrichter im Mittelpunkt der Diskussionen. Der englische Superstar Harry Kane brachte Bayern in der 22. Minute nach einer Ecke von Joshua Kimmich in Führung, jedoch nicht ohne umstrittenen Körperkontakt. Kane schob Gegenspieler Serhou Guirassy leicht von hinten, bevor er den Ball ins Netz köpfte.
BVB-Trainer Niko Kovac war sich sicher, dass der Schiedsrichter aufgrund seiner strengen Linie das Tor hätte zurücknehmen müssen. „Er hat alles zerpfiffen, so kleinlich. Sein komplettes Spiel war nicht gut“, äußerte Kovac nach dem Spiel seine Unzufriedenheit über die Entscheidung von Schiedsrichter Bastian Dankert. Dankert hingegen hatte eine andere Sichtweise auf die Situation und erklärte, warum er den Treffer anerkannte.
In einem Interview nach dem Spiel verteidigte Dankert seine Entscheidung ausführlich gegenüber Sky: „Es ist kein Push, kein Stoß in den Rücken von Guirassy. Dementsprechend war ich mir bei meiner Entscheidung sehr sicher, dieses Tor anzuerkennen. Ich habe das auch so an meinen Videoassistenten weitergegeben, der dies noch einmal bestätigte.“
Der 44-Jährige betonte, dass der Zweikampf zwischen Kane und Guirassy im Rahmen des im Profifußball Zulässigen lag: „Der Zweikampf ist handelsüblich in der Bundesliga, und deshalb habe ich das Tor anerkannt.“ Er wies auch darauf hin, dass ein Pfiff in dieser Situation zu neuen Diskussionen geführt hätte: „Wenn wir die Situation jetzt mal umdrehen, hätten wir dafür auch einen Strafstoß. Ich glaube, das möchte dann auch keiner in Fußball-Deutschland.“
Trotz der scharfen Kritik von Kovac nahm Dankert die Bemerkungen sportlich: „Ich kenne Niko ja jetzt auch schon etwas länger. Er kann seine Meinung dazu natürlich äußern. Das ist ganz normal. Ich habe aus dieser Situation heraus so entschieden, ich kann es nicht mehr zurücknehmen. Und dementsprechend akzeptiere ich auch, was er sagt.“
Für den erfahrenen Unparteiischen war die Szene also eindeutig: kein Foul, kein Eingreifen des VAR nötig. Während Kovac die Entscheidung als „Fehlentscheidung“ bezeichnete, bleibt Dankert bei seiner Linie und betont, dass physische Duelle wie dieses „Teil des Spiels“ sind.