Bayern München besiegt Eintracht Frankfurt 3:0 - Diskussionen um frühes Tor

Bayern München besiegt Eintracht Frankfurt 3:0 - Diskussionen um frühes Tor

Der FC Bayern München setzte sich mit einem klaren 3:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt durch. Dennoch gibt es Diskussionen über ein Detail beim frühen Führungstreffer.

In München fiel bereits nach wenigen Sekunden das erste Tor, doch diesem rasanten Beginn ging offenbar ein Regelverstoß voraus. Beim zweiten Anstoß des Spiels, der aufgrund einer Regelwidrigkeit wiederholt wurde, stand Michael Olise nach Beobachtungen erneut leicht in der gegnerischen Hälfte.

SGEuropa.de kritisierte nach dem Spiel, dass der Video-Assistent (VAR) die Szene trotz seiner klaren Eingriffsbefugnis nicht überprüft habe. Gemäß Regel 8 des DFB ist unmissverständlich festgelegt: „Alle Spieler, mit Ausnahme des Spielers, der den Anstoß ausführt, müssen sich in ihrer eigenen Spielfeldhälfte aufhalten.“ Die Brisanz dieser Szene ist besonders, da unmittelbar danach das 1:0 für den FC Bayern fiel.

Obwohl es in der Verantwortung des Schiedsrichters liegt, die korrekte Positionierung vor dem Anstoß zu überprüfen, darf der VAR bei Regelverstößen vor einem Tor ebenfalls eingreifen. In diesem Fall geschah jedoch nichts, und eine Wiederholung oder Rücknahme des Tores blieb aus. Der blitzartige Start der Münchner hinterließ einen faden Beigeschmack.

Nicht nur der Auftakt des Spiels war umstritten. Auch ein möglicher Ausgleichstreffer der Gastgeber wurde nach VAR-Intervention zurückgenommen. Jean-Mattéo Bahoya erzielte zwar ein Tor aus der Distanz, jedoch ging diesem ein Handspiel von Ritsu Doan voraus. Schiedsrichterexperte Michael Gräfe bezeichnete dies als Fehlentscheidung: „Der Ausgleichstreffer von Frankfurt hätte zählen müssen“, erklärte der ehemalige FIFA-Schiedsrichter. „Der VAR hätte in dieser Szene gar nicht eingreifen dürfen.“

Gräfe präzisierte weiter: „Nur wenn der Schütze den Ball absichtlich mit der Hand spielt, darf der Treffer aberkannt werden.“ Aus seiner Sicht lag in diesem Fall kein absichtliches Handspiel vor: „Es ist klar zu erkennen, dass es sich um ein fahrlässiges Handspiel handelte. Der Spieler legt sich den Ball nach links, will eigentlich rechts am Verteidiger vorbeigehen und trifft ihn dabei versehentlich mit der Hand – sogar gegen seine eigene Laufrichtung.“

Trotz der umstrittenen Szenen blieb das sportliche Ergebnis eindeutig. Die Münchner dominierten über weite Strecken des Spiels, wobei Luis Díaz mit zwei Toren und einer Vorlage zum Matchwinner avancierte. Eintracht Frankfurt blieb über weite Phasen harmlos und fand auch nach dem frühen Rückschlag keine Antwort.

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