Bayern München setzt sich im DFB-Pokal durch - Kontroversen um Strafraum-Aktionen

Bayern München setzt sich im DFB-Pokal durch - Kontroversen um Strafraum-Aktionen

Der FC Bayern München hat sich im DFB-Pokal gegen Union Berlin mit 3:2 durchgesetzt. Dennoch bleibt die Frage, ob die Strafraum-Aktionen der Münchner den Regeln entsprachen.

In der vergangenen Woche sorgte die Niederlage des FC Bayern im Champions-League-Spiel gegen Arsenal (1:3) für viel Aufregung. Die Londoner dominierten insbesondere bei Standardsituationen. Das erste Tor fiel nach einer Ecke, bei der Torwart Manuel Neuer nicht gut aussah. Neuer wurde im Fünf-Meter-Raum angestoßen, was dazu führte, dass der 2014er-Weltmeister beim Absprung aus dem Rhythmus kam.

Einige Spieler des FC Bayern sowie zahlreiche Experten hätten in dieser Situation auf Foul entschieden. Der ehemalige Weltklasse-Keeper Peter Schmeichel äußerte sich gegenüber ran.de: „Für mich ist das ein klares Foul, weil Jurrien Timber Neuer stößt und ihn aus der Balance bringt. Deshalb kann er danach nicht mehr zum Ball kommen und Timber erzielt das Tor.“

Oliver Kahn, eine Legende des FC Bayern, sagte bei Sky, dass Arsenal Neuer bewusst angestoßen habe, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Er hielt dies für unfair und wünschte sich ein Eingreifen des Videoschiedsrichters. Eine Woche später scheint sich die Situation jedoch umgekehrt zu haben.

Im DFB-Pokal-Spiel gegen Union Berlin erzielte Bayern zwei Tore aus Eckbällen, bei denen die Münchner im Fünf-Meter-Raum den Union-Keeper Frederik Rönnow störten. Besonders beim ersten Tor verhielt sich Aleksandar Pavlović im Fünf-Meter-Raum ähnlich wie Timber eine Woche zuvor.

Pavlović stieß Rönnow von hinten an und brachte ihn damit aus dem Rhythmus. Auch beim zweiten Tor agierte Pavlović offensiv, ohne dass dies geahndet wurde. Der ZDF-Experte Per Mertesacker, der früher für Arsenal spielte, äußerte nach dem Spiel den Verdacht, dass der FC Bayern die Methode von Arsenal kopiert habe.

Im Interview wies Bayern-Verteidiger Konrad Laimer jedoch darauf hin, dass die Vorgehensweise der Münchner bei Standards nichts mit dem Spiel in London zu tun habe: „Nein, wie jede Mannschaft haben wir auch ein Block-Konzept bei Standards, ohne dass wir ein Foul begehen.“ Vor einigen Wochen galt im Weltfußball noch die Regel: Wer den Torwart im Fünf-Meter-Raum, der als besonderer Schutzraum gilt, angreift, hat in der Regel verloren und erhält einen Freistoß gegen sich. Durch das Spiel zwischen Arsenal und Bayern scheinen sich die Regelverhältnisse jedoch geändert zu haben. Es ist zu erwarten, dass bald mehr Mannschaften aggressiver im Fünf-Meter-Raum agieren und die Methoden von Arsenal übernehmen.

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