Bayern München: Titelchancen in der Champions League

Bayern München: Titelchancen in der Champions League

Der FC Bayern München wird von vielen Experten vor dem Beginn der Gruppenphase der Champions League nicht mehr zu den Topfavoriten gezählt. Matthias Sammer, ehemaliger Sportvorstand des Vereins, hat jedoch eine andere Ansicht.

In München hat selbst Uli Hoeneß die Aussichten des FC Bayern auf den Gewinn der Champions League mit den Titelchancen der TSG Hoffenheim in der Bundesliga verglichen. Ob dies ernst gemeint war, bleibt fraglich. Sammer sieht seinen ehemaligen Verein trotz der finanziellen Dominanz der Premier League weiterhin als Titelanwärter.

Der 58-jährige Prime-Video-Experte schätzt die Chancen des FC Bayern auf den Henkelpott ein: „Für mich gibt es vier oder fünf Top-Favoriten in dieser Runde, und dazu gehört Bayern München. PSG ist Champions-League-Sieger geworden, aber sie hatten nicht mehr Qualität als der FC Bayern zurzeit.“

Unterstützung erhält Sammer von Mats Hummels. Der Weltmeister von 2014 rechnet ebenfalls mit seinem Ex-Klub in der Königsklasse. Er meint, dass Bayern zwar nicht zu den ein oder zwei Top-Favoriten gehört, aber dennoch absoluter Anwärter auf den Sieg ist. Zudem sei der Rekordmeister in der Champions League „immer zur Stelle“. Besonders in den frühen Runden, in der Gruppenphase und im Achtelfinale, ließen die Bayern „gefühlt nichts anbrennen. Und ab dann ist alles möglich.“

Sammer traut grundsätzlich allen vier deutschen Klubs zu, die K.o.-Runde zu erreichen, einschließlich Eintracht Frankfurt, trotz einer schwierigen Auslosung. Laut dem Europameister von 1996 haben die Hessen jedoch „keinen Welpenschutz mehr“. Sie verfügen nun über genügend Erfahrung, eine stabile Führung und einen zuverlässigen Trainer. „Sie kommen vielleicht nicht unter die ersten Acht, aber sie werden weiterkommen“, fügte Sammer hinzu. Neben der Eintracht und dem FC Bayern sind auch Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen in der Champions League vertreten.

Sammer selbst hat zuletzt die Entwicklung im deutschen Fußball kritisiert. In den Diskussionen über die Dominanz der englischen Premier League, die Rekordsummen für neue Spieler ausgegeben hat, steht er auf einer Wellenlänge mit Uli Hoeneß.

„Wir müssen unseren eigenen Weg finden. Ich habe es immer geliebt, aus scheinbar ausweglosen Situationen etwas Gutes zu kreieren. Das sollte unser Motto sein“, sagte Sammer. Man dürfe „nicht kapitulieren“. Es gebe genügend Reserven, die mobilisiert werden können, um sich zu stabilisieren und zu verbessern – sowohl mit den Klubs als auch in Richtung Nationalmannschaft.

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