Bayern München: Trainer Kompany spricht über Personalprobleme vor Derby gegen Augsburg
Beim FC Bayern München bleibt die Personaldecke weiterhin dünn. Trainer Vincent Kompany äußerte sich dazu deutlich auf der Pressekonferenz vor dem bevorstehenden Spiel gegen den FC Augsburg.
In München zeigt sich Kompany selten aus der Ruhe zu bringen. Seine Kommunikation ist stets durchdacht, was im Vergleich zu seinem Vorgänger Thomas Tuchel, der oft klare Worte fand, als weniger aufregend empfunden werden könnte. Kompany legt Wert darauf, zwischen den Zeilen zu lesen und auf Feinheiten zu achten.
Im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel am Samstag gegen Augsburg antwortete er auf eine Frage zur dünnen Spielerdecke: „Wir klären intern, was wir klären müssen.“ Mit dem Fokus auf dem Wort „müssen“ macht er deutlich, dass er Handlungsbedarf sieht.
„Ich mache die Aufstellung und versuche, die Energie in die Mannschaft zu bringen für jedes Spiel. Es ist wichtig, dass wir in Ruhe unsere Arbeit machen. Die Jungs, die morgen da sind, haben die Kapazität zu gewinnen“, erklärte Kompany. Rückschläge wie der wahrscheinliche Wechsel von Nick Woltemade zu Newcastle United tragen jedoch nicht zur Ruhe im Verein bei.
Im Gegenteil: Der Rekordmeister sieht sich in den sozialen Medien viel Spott und Häme ausgesetzt. Auch die Legende Lothar Matthäus konnte sich einen Seitenhieb gegen seinen ehemaligen Klub nicht verkneifen. Ein Sieg im Derby gegen den FCA, der unter dem neuen Trainer Sandro Wagner mit einem Sieg in die Saison gestartet ist, wird daher umso wichtiger.
„Ich gehe immer davon aus, dass es für jede Mannschaft gegen Bayern ein Spiel ist, als ob es um einen Titel geht. Das haben wir schon oft gemerkt“, weiß Kompany.
Er betont, wie hungrig der FC Bayern ist und wie sehr die Mannschaft auf dieses Spiel fokussiert ist. „Wir haben viel Qualität, wollen jedoch nicht nur darauf reduziert werden. Die Basis ist harte Arbeit, Kampfbereitschaft und Spieler, die bereit sind, über ihre Schmerzgrenze hinauszugehen. Wir bringen unseren Hunger auf Siege ins Spiel, auch morgen.“
Auf die Frage nach Woltemade äußerte sich Kompany auch zur finanziellen Anziehungskraft der Premier League. „Geld“, sagte er zunächst und erklärte dann, wie er es als Trainer von Burnley erlebt hat, nachdem der Klub aufgestiegen war. „Und dann kommt plötzlich das TV-Geld rein und das sind 100 Millionen Euro - für Aufsteiger. Von einem Budget von 25, 30 Millionen Euro, kommt man plötzlich zu 125, 130 Millionen Euro. So viel bekommen die Bundesliga-Teams in den Top 8, Top 6. Und plötzlich konkurrieren wir als Burnley mit Frankfurt und Wolfsburg um Spieler. Und Sunderland holt Spieler von Leverkusen und der AC Mailand.“