Borussia Dortmund: Hoffnung auf Rückkehr von Julian Ryerson zum Bundesliga-Start

Borussia Dortmund: Hoffnung auf Rückkehr von Julian Ryerson zum Bundesliga-Start

Nach der schweren Verletzung von Yan Couto kann Borussia Dortmund aufatmen: Ein weiterer Abwehrspieler wird voraussichtlich rechtzeitig zum Bundesliga-Start einsatzbereit sein.

Update vom 19. August, 19:23 Uhr: Borussia Dortmund kann nach der Entwarnung bezüglich Verteidiger Yan Couto auch bei Julian Ryerson aufatmen. Laut einem Bericht des kicker wird der 27-jährige Rechtsverteidiger dem BVB aller Wahrscheinlichkeit nach zum Bundesliga-Auftakt gegen den FC St. Pauli zur Verfügung stehen. Zuvor hatte er aufgrund einer Wadenverletzung pausieren müssen und verpasste das DFB-Pokalspiel gegen Rot-Weiss Essen.

Erstmeldung: Dortmund – Die Personalsorgen bei Borussia Dortmund nehmen besorgniserregende Ausmaße an. Nach dem schweren Foul an Yan Couto beim 1:0-Pokalsieg gegen Rot-Weiss Essen droht dem BVB bereits der nächste Abwehrausfall. Julian Ryerson hatte das Pokalspiel bereits wegen einer Wadenverletzung verpasst und steht auch für den Bundesliga-Auftakt gegen St. Pauli auf der Kippe.

Trainer Niko Kovac bestätigte die Verletzung des norwegischen Rechtsverteidigers nach dem Spiel in Essen. „Es war eine sehr unglückliche Szene im Training“, erklärte der BVB-Coach. Ein Zweikampf im Mannschaftstraining hatte Ryerson eine schmerzhafte Wadenverletzung zugefügt, die seinen Einsatz gegen Essen unmöglich machte.

Die Verletzung des 27-Jährigen trifft Dortmund zur denkbar ungünstigsten Zeit. Bereits drei Stamm-Innenverteidiger – Nico Schlotterbeck (Meniskusriss), Emre Can (Adduktorenprobleme) und Niklas Süle (Muskelverletzung) – fallen aus. Ryerson galt als wichtige Alternative sowohl als Rechtsverteidiger als auch in der Dreierkette.

„Das ist sehr schmerzhaft. Die Wade ist ein kleiner Muskel. Wenn sich da ein bisschen Blut ansammelt, ist der Platz begrenzt“, beschrieb Kovac die Problematik. Dennoch zeigte sich der Trainer hoffnungsvoll: „Ich hoffe, dass es zum Wochenende reicht.“ Die Situation verschärfte sich durch das brutale Foul an Yan Couto in der Nachspielzeit gegen Essen.

Der brasilianische Rechtsverteidiger wurde von Kelsey Owusu mit gestrecktem Bein am Knie getroffen und musste mit der Trage vom Platz. Kovac reagierte sichtlich aufgebracht: „Ich will ihm keine Absicht unterstellen, aber das ist grob fahrlässig. Eigentlich ist das ein Anschlag.“ Sollten sowohl Ryerson als auch Couto für das Bundesliga-Debüt gegen St. Pauli ausfallen, stünde Kovac vor einem Personalproblem.

Einen weiteren gelernten Rechtsverteidiger haben die Borussen nicht im Kader. Als Notlösungen kämen der erst 20-jährige Filippo Mané oder eine taktische Umstellung infrage. Der junge Italiener Mané kam bereits beim Pokalspiel zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz für den BVB und könnte auch gegen St. Pauli eine Option darstellen. Alternativ müsste Kovac kreativ werden und andere Spieler aus ihrer gewohnten Position ziehen.

Die Verletzungsmisere zeigt, wie dünn die Personaldecke in Dortmunds Defensive geworden ist. Was als vielversprechender Saisonstart geplant war, entwickelt sich bereits vor dem ersten Bundesliga-Spieltag zu einem Abwehr-Notstand. Ob Ryerson rechtzeitig fit wird, entscheidet sich in den kommenden Tagen – für den BVB könnte es richtungsweisend werden.

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