Borussia Dortmund plant Kaderveränderungen

Borussia Dortmund plant Kaderveränderungen

Borussia Dortmund plant, Veränderungen vorzunehmen, um den Kader gezielter zu stärken. Intern wird die fehlende Homogenität im Team als ein zentrales Problem angesehen.

Dortmund – Borussia Dortmund beabsichtigt, in Zukunft einige Anpassungen vorzunehmen, um die Mannschaft weiter zu optimieren. Die Verantwortlichen sind sich bewusst, dass es derzeit an einer gewissen Homogenität mangelt. Dies hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen: Zum einen waren die letzten Transferperioden nicht von großer Brillanz geprägt, da oft mindestens eine Baustelle übersehen wurde. Zum anderen gibt es im Kader weiterhin Spieler, die hohe Gehälter beziehen, jedoch nur unregelmäßig Leistung zeigen oder häufig verletzt sind.

Zu diesen Spielern gehören Emre Can und Niklas Süle. Beide gelten aufgrund ihrer hohen Gehälter als Führungsspieler, doch zeigen sie diese Ambitionen zu selten. Die aktuelle Situation bei beiden Spielern ist besorgniserregend. Emre Can fällt seit längerer Zeit aufgrund von Adduktorenproblemen aus. Die Dortmunder haben selbst erklärt, dass man seine Situation von Woche zu Woche beobachten müsse, und derzeit gibt es weiterhin Schwierigkeiten. Can hatte in den letzten Jahren immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, doch die aktuelle Blessur scheint die langwierigste zu sein.

Das Problem für Can ist, dass er sich momentan nicht für einen neuen Vertrag empfehlen kann. Dies wäre jedoch wichtig, da sein aktueller Vertrag im Sommer ausläuft. Zudem überzeugt die Konkurrenz in der Defensive derzeit. Der BVB spielt auf einem hohen Niveau und hat in dieser Saison noch kein Spiel verloren. Auch Niklas Süle hat es nicht leicht, obwohl er gegen Bilbao wieder 70 Minuten spielen konnte.

In der Bundesliga wartet Süle, ebenfalls nach einer Verletzung, noch auf seinen ersten Einsatz. Das bedeutet, dass er ebenfalls Argumente für einen neuen Vertrag sammeln muss. Aus Sicht des BVB könnte die aktuelle Situation sogar vorteilhaft sein, da die Spieler momentan keine hohen Gehälter fordern können. Doch dies ist nur eine Seite der Medaille.

Wenn sie fit sind, übernehmen Süle und Can wichtige Aufgaben beim BVB. Sie führen das Team, setzen Akzente auf dem Spielfeld und geben im Training den Ton an. Sie stehen den Medien Rede und Antwort, selbst wenn es nicht optimal läuft. Dies ist durchaus erwähnenswert, doch was nützt es dem BVB, wenn dies nur in Teilen der Saison relevant ist? Um das Dilemma zu verdeutlichen: Der BVB benötigt Führungsspieler, kann sich jedoch nicht leisten, zwei unkonstante Spieler zusammen über 18 Millionen Euro pro Jahr zu zahlen.

Ein ablösefreier Abgang würde zwar Geld sparen, was positiv wäre, aber die Hierarchie müsste neu angepasst werden. Sollte Nico Schlotterbeck seinen Vertrag verlängern, wäre dies ein erster Schritt in die richtige Richtung, doch auch dies ist noch unsicher, da der Abwehrspieler zögert. Um Führungsfiguren zu ersetzen, muss Geld fließen, das aufgrund fehlender Ablösesummen schwer zu beschaffen ist, zumal noch Baustellen aus den letzten Transferperioden bestehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Dortmund muss Geld sparen und könnte dies erreichen, wenn die Verträge nicht verlängert werden. Doch dann muss erneut investiert werden, in der Hoffnung, eine geeignete Hierarchie zu entwickeln. Eine Vertragsverlängerung mit Can und Süle, möglicherweise bei reduziertem Grundgehalt, wäre jedoch auch ein Risiko für die Zukunft, da ungewiss bleibt, ob die beiden Spieler aus ihrer Phase der Unbeständigkeit herauskommen. Es ist an der Zeit, dass Dortmund den Mut aufbringt, aktiv zu werden.

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