Borussia Dortmund stärkt Selbstvertrauen vor Champions-League-Duell

Borussia Dortmund stärkt Selbstvertrauen vor Champions-League-Duell

In Heidenheim schonte Borussia Dortmund beim Sieg wichtige Ressourcen für die Champions League und sammelte Selbstvertrauen vor dem anstehenden Aufeinandertreffen mit Juventus.

Am Samstagnachmittag konnte sich der BVB in Heidenheim einen entspannten Arbeitstag leisten. Der Auswärtssieg war nach der frühen Roten Karte für Budu Zivzivadze und zwei Toren vor der Halbzeitpause zu keinem Zeitpunkt gefährdet. So konnte die Mannschaft drei Tage vor dem Champions-League-Auftakt bei Juventus wichtige Kräfte sparen.

„Juventus kann kommen“, äußerte sich Maximilian Beier nach dem Spiel selbstbewusst gegenüber Sky. Der 22-Jährige, der in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auf mustergültige Vorlage von Karim Adeyemi den Endstand erzielte, sieht den BVB gut gerüstet für das Duell mit dem italienischen Rekordmeister.

Obwohl der BVB nach dem Seitenwechsel das Tempo drosselte, war die Begegnung für neutrale Zuschauer nicht besonders aufregend. Beier und seine Mitspieler störte das jedoch nicht: „Wir sind mit zwei Toren und null Gegentoren sehr zufrieden. Die Rote Karte war entscheidend, das muss man so sagen. Wenn man fast das ganze Spiel einen Mann mehr hat, macht es die Sache deutlich einfacher.“

Trainer Niko Kovač hatte vor dem Spiel vor der physischen Stärke der Heidenheimer gewarnt und seiner Mannschaft geraten, sich „den Gegner zurechtzulegen“. Nach der frühen Überzahl war diese Aufgabe jedoch deutlich einfacher zu bewältigen als zunächst befürchtet. Kovač konnte daher auch die Belastung seiner Spieler steuern; beispielsweise blieb Stammkraft Marcel Sabitzer über 90 Minuten auf der Bank.

„Den Flow wollen wir mitnehmen, auch gegen Juventus, was nicht leicht werden wird“, sagte Beier in der Mixed Zone. „Aber wenn wir jetzt mit breiter Brust weiterspielen, sehe ich gute Chancen auf drei Punkte.“ Auch Waldemar Anton blickte bei BVB-TV optimistisch nach Turin: „Als Fußballer träumt man von solchen Spielen in der Champions League. Wir wollen dort eine sehr gute Leistung zeigen.“

Kovač selbst zeigte sich weniger euphorisch als seine Schützlinge. Nachdem Beier bei Sky verkündet hatte, der BVB wolle „Meister werden und über die gesamte Saison oben mitspielen“, konterte der Trainer schmunzelnd in der Pressekonferenz: „Das werde ich ihm schon austreiben.“ Ein positives Gefühl ist jedoch durchaus erlaubt.

„Die Saison nimmt jetzt Fahrt auf, wir sind bereit für alles“, fasste Adeyemi die Stimmung zusammen. „Defensiv stehen wir sehr gut, und vorne erzielen wir die Tore“, äußerte Beier. Die Mischung aus defensiver Stabilität – wenn man das 3:3 gegen St. Pauli zum Bundesliga-Start ausklammert – und offensiver Durchschlagskraft macht Hoffnung für Turin.

Während der BVB am Samstag seine Pflichtaufgabe bereits entspannt erledigt hatte, stand für Juventus das prestigeträchtige Derby d’Italia gegen Inter Mailand noch bevor. Dies könnte ein kleiner Vorteil für Dortmund vor dem Champions-League-Duell am Dienstag (21 Uhr) sein, nachdem Juve den Schwarzgelben zuletzt die Saisoneröffnung vermiest hatte.

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