Borussia Dortmund: Trainer Kovač äußert sich zu Transfergerüchten um Maximilian Beier

Borussia Dortmund: Trainer Kovač äußert sich zu Transfergerüchten um Maximilian Beier

Bei Borussia Dortmund herrscht im Transferendspurt Hektik! Die Gerüchte um Stürmer Maximilian Beier halten an, und Trainer Niko Kovač nimmt dazu Stellung.

In Dortmund wird über einen angeblichen Transfer von BVB-Stürmer Maximilian Beier spekuliert. Berichten zufolge soll der FC Brentford bis zu 70 Millionen Euro für den deutschen Nationalspieler bieten, der nicht für die WM-Qualifikation im September nominiert wurde. Auf einer Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Union Berlin äußerte sich Trainer Niko Kovač jedoch klar zu den Gerüchten.

„Maxi Beier ist ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft, ein wirklich großes deutsches Talent, das wir als BVB verpflichten konnten. Maxi fühlt sich hier wohl und möchte nicht weg – und ich möchte auch gar nicht, dass er weggeht“, so Kovač. Damit sendet er eine unmissverständliche Botschaft an die interessierten englischen Klubs.

Kovač scheint von den anhaltenden Spekulationen genervt zu sein. „Als erstes: Über Gerüchte müssen wir nicht diskutieren, das sind ja alles irgendwie ... Gerüchte eben“, erklärte der 53-Jährige mit ironischem Unterton. „Wir müssen jetzt nicht über das diskutieren, was irgendwo geschrieben wird, denn dann würden wir wahrscheinlich hier Wochen, Tage, Monate, Jahre sitzen und alles kommentieren.“

Das bedeutet: Beier wird mit hoher Wahrscheinlichkeit beim BVB bleiben. Dennoch könnte die Konkurrenzsituation mit der bevorstehenden Verpflichtung von Fábio Silva härter werden, was dazu führen könnte, dass Beier gelegentlich auf der ungeliebten Position am Flügel spielen muss, da der BVB dort keine fest etablierten Spieler hat.

Auf die Frage, warum nach den Abgängen von Donyell Malen im Januar und Jamie Gittens in diesem Sommer kein direkter Ersatz für die Flügelpositionen verpflichtet wurde, erklärte Kovač eine taktische Umstellung: „Der BVB hat letztes Jahr mit einer Viererkette und Außenstürmern gespielt. Inzwischen agieren wir aus einer Dreierkette, und es gibt den klassischen Außenstürmer gar nicht mehr.“

Stattdessen setzt Kovač auf Spieler in den Halbräumen, während die Flügel von offensiven Außenverteidigern bearbeitet werden. „Wir haben schon Spieler, die notfalls außen spielen können. Aber Maxi Beier, Karim Adeyemi, Julian Brandt und Carney Chukwuemeka sind Spieler, die in den Halbräumen spielen und sehr viel näher zum Tor sind“, betont er.

Diese Spieler müssten „ganz andere Fähigkeiten an den Tag legen als ein klassischer Flügelstürmer“, so Kovač weiter. Dennoch besteht Handlungsbedarf, was die Verpflichtungen von Aaron Anselmino, Chukwuemeka und bald auch Silva verdeutlichen. „Es ist schon sehr wichtig, dass wir eine gute Breite und Tiefe in der Qualität haben“, mahnte der Trainer.

Den Transfer von Silva wollte Kovač in der Pressekonferenz um 14 Uhr noch nicht bestätigen, begründete ihn jedoch indirekt. „Wir hatten letztes Jahr schon das Glück, dass Serhou Guirassy sehr viele Spiele gespielt hat. Wir hoffen, dass er gesund bleibt. Aber auch er wird nicht alle Spiele spielen können, denn es sind verdammt viele Spiele, auch mit der Nationalmannschaft“, warnte Kovač.

Berichtet von Lars Pollmann vom BVB-Trainingsgelände in Dortmund-Brackel.

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