Borussia Dortmund trauert um Kapitän Wolfgang Paul
Wolfgang Paul, eine prägende Figur von Borussia Dortmund in den 1960er Jahren, ist verstorben. Der Kapitän der legendären Europapokalsieger-Mannschaft von 1966 erlag im Alter von 86 Jahren einer langen Krankheit.
Der Verein gab die traurige Nachricht bekannt und BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke drückte sein Bedauern aus: „Diese Nachricht macht uns unendlich traurig. Wolfgang war bescheiden, bodenständig, eine treue Seele und ein ganz feiner Mensch. Er war eine BVB-Ikone.“
Paul war zwischen 1961 und 1970 eine der Schlüsselfiguren in der Anfangszeit der Fußball-Bundesliga. Während seiner Zeit bei den Schwarz-Gelben gewann er drei bedeutende Titel: die deutsche Meisterschaft 1963, den DFB-Pokal 1965 und den Europacup der Pokalsieger 1966, der den ersten Europapokalsieg einer deutschen Mannschaft markierte.
Im Halbfinale setzte sich Dortmund mit 5:2 gegen West Ham United durch (2:1 und 3:1) und trat im Finale als klarer Außenseiter gegen den FC Liverpool an. Unter der Führung von Wolfgang Paul gelang es der Mannschaft, das Spiel nach Verlängerung mit 2:1 zu gewinnen. „Paul war Kopf und Kapitän der Mannschaft, der 'Stopper', der hinten alles zusammenhielt“, erinnerte sich der BVB.
Auch nach seinem Rücktritt blieb Paul dem Verein eng verbunden. Als langjähriger Vorsitzender des Dortmunder Ältestenrats engagierte er sich über Jahrzehnte für den Klub. Für seine Verdienste wurde er als erster Ehrenspielführer des BVB ausgezeichnet und erhielt die Goldene Vereinsnadel. In diesem Jahr jährt sich sein größter Triumph zum 60. Mal, und der Verein trauert um den Mann, der ihn maßgeblich geprägt hat.
In diesen schweren Zeiten sind die Gedanken des BVB bei Pauls Familie. „Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, insbesondere bei seiner lieben Frau Almuth, die immer an seiner Seite war“, ließ sich Hans-Joachim Watzke in der Mitteilung zitieren. In insgesamt 240 Pflichtspielen gab Paul für Borussia Dortmund alles. Sein einziger weiterer Verein war der VfL Schwerte, für den er vor seinem Wechsel nach Dortmund spielte.