Borussia Dortmund trifft auf FC Augsburg: Aufstellungen und Entwicklungen

Borussia Dortmund trifft auf FC Augsburg: Aufstellungen und Entwicklungen

Borussia Dortmund tritt am Freitagabend beim FC Augsburg an, um den 9. Spieltag der Bundesliga zu bestreiten. Trotz einer intensiven Woche steht Trainer Niko Kovač ein breites Aufgebot zur Verfügung (Anstoß: 20.30 Uhr, alle TV-Infos). Beide Mannschaften waren am Dienstag im DFB-Pokal aktiv; während der BVB im Elfmeterschießen gegen Eintracht Frankfurt gewann, musste der FCA eine Heimniederlage gegen den VfL Bochum hinnehmen, was die Krise des Vereins weiter verschärfte.

Für Trainer Sandro Wagner könnte das Spiel bereits eine entscheidende Partie sein, da die Fuggerstädter nach einem ansprechenden Saisonstart zuletzt sechs von acht Pflichtspielen verloren haben. Kovač äußerte sich am Donnerstag in der BVB-Pressekonferenz: „Ich bewerte die Situation nicht über. Es ist eine Bundesliga-Mannschaft, die ungemein viel Qualität hat.“

Obwohl Kovač mit den Herausforderungen seiner Kollegen mitfühlt, liegt der Fokus von Dortmund auf der eigenen Situation. Die dramatischen Siege gegen den 1. FC Köln (Treffer in der 96. Minute) und in Frankfurt geben dem Team Auftrieb. Der BVB würde jedoch bevorzugen, die Partie in Augsburg weniger spannend zu gestalten.

„Am liebsten wäre mir, dass wir alles in 45 Minuten entscheiden, in den ersten 45, aber das ist Wunschdenken. Das schafft im Moment nur eine Mannschaft in der Bundesliga, und alle anderen müssen hart kämpfen, um es nach 90 Minuten zu schaffen“, erklärte Kovač, ohne den FC Bayern namentlich zu erwähnen.

Die Breite im Kader hat sich zuletzt als Schlüssel zum späten Erfolg für den BVB erwiesen. Kovač kann von der Bank aus nachlegen, ohne einen signifikanten Qualitätsverlust zu riskieren. Nach dem Pokalfight in Frankfurt sind zahlreiche Wechsel in der Startelf zu erwarten, insbesondere mit Blick auf die bevorstehenden Auswärtsspiele gegen Manchester City und den Hamburger SV in der nächsten englischen Woche.

Die einzigen verletzten Spieler bleiben Emre Can und Julien Duranville, wobei der Belgier bei der U23 Spielzeit sammeln könnte. Ein Fragezeichen steht hinter Niklas Süle, der mit Problemen am großen Zeh zu kämpfen hat. Ramy Bensebaini steht nach Rückenproblemen wieder zur Verfügung und könnte Aaron Anselmino im Vergleich zum Pokalspiel am Dienstagabend auf die Ersatzbank verdrängen.

Die wahrscheinliche Aufstellung lautet: Kobel – Anton, Schlotterbeck, Bensebaini – Couto, Nmecha, Groß, Svensson – Adeyemi, Beier – Guirassy.

Weitere Veränderungen sind zu erwarten, jedoch hält Kovač seine Karten eng an der Brust, was die betroffenen Spieler betrifft. Es ist schwer vorstellbar, dass Serhou Guirassy erneut auf der Bank Platz nehmen muss. Er könnte Maximilian Beier oder Julian Brandt in die Joker-Rolle drängen. Auch eine erste Nominierung für Fábio Silva in der Startelf ist denkbar.

Yan Couto könnte auf der rechten Seite den Vorzug vor Julian Ryerson erhalten, der sich in Frankfurt völlig ausgepowert hat und das Ende der Verlängerung mit Krämpfen erlebte. Jobe Bellingham spielte 120 Minuten, während Pascal Groß nicht zum Einsatz kam – hier wäre ein Wechsel ebenfalls logisch, wobei auch Felix Nmecha nach seiner Einwechslung vergleichsweise frisch ist.

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