Borussia Dortmunds Herausfordernde Champions-League-Gruppe

Borussia Dortmunds Herausfordernde Champions-League-Gruppe

Borussia Dortmund hat in der Champions League auf starke Gegner getroffen. Die Formel für das Weiterkommen könnte lauten: Sechs plus sechs.

Dortmund – Bei der Auslosung der Champions League am Donnerstagabend in Monaco zog Borussia Dortmund eines der härtesten Lose unter den 36 Teams. Manchester City, Juventus und die Tottenham Hotspur, drei Schwergewichte, warten auswärts auf die Schwarz-Gelben. Zudem kommt mit Inter Mailand ein weiterer Topgegner in den Signal Iduna Park.

Zusätzlich stehen der FC Villarreal und Athletic Club aus LaLiga auf dem Programm. Nur gegen den FK Bodø/Glimt aus Norwegen und beim FC Kopenhagen ist der BVB auf dem Papier der klare Favorit. „ManCity, Inter, Juventus, Tottenham – das ist Champions League. Davon träumt man als Kind“, schwärmte Sportchef Lars Ricken nach der Auslosung. Die Euphorie ist nachvollziehbar, doch die Realität könnte sehr herausfordernd werden.

Der BVB wird nahe an sein Optimum heranrücken müssen, um sich gegen diese Gegner für die K.o.-Phase zu qualifizieren. Es ist bitter, dass drei der vier stärksten Gegner auswärts auf Dortmund warten. Das Starensemble von Manchester City bietet ein Wiedersehen mit Ex-Torjäger Erling Haaland. In Turin steht ein historisch aufgeladenes Duell mit Juventus an – 1997 gewann der BVB das Endspiel gegen Juve.

„Spiele gegen Juventus Turin sind für uns wegen der Finalpaarung von 1997 immer etwas Besonderes“, bestätigte Ricken, der damals kurz nach seiner Einwechslung sein ‚Jahrhunderttor‘ erzielte. Tottenham hat sich als Sieger der Europa League qualifiziert und scheint unter Neu-Trainer Thomas Frank gefestigt zu sein. Das Spiel in Kopenhagen könnte sich als ‚Must-Win-Game‘ für Dortmund herausstellen.

Fest steht, dass der BVB den Grundstein für das Weiterkommen zu Hause legen muss. Doch die Gegner sind stark. Inter Mailand kommt als Finalist der letzten Saison nach Dortmund, während die spanischen Klubs FC Villarreal und Athletic Club aus Bilbao unangenehm sind. Die Norweger von Bodø/Glimt dürfen keine Hürde darstellen.

BVB-Trainer Niko Kovač gab sich nach der Auslosung kämpferisch: „Unser Ziel ist die Qualifikation für die K.o.-Phase“. Wie realistisch ist das? In der Vorsaison benötigte man 16 Punkte, um einen Platz unter den ersten acht der Ligaphase zu erreichen und sich direkt für das Achtelfinale zu qualifizieren.

Der FC Brügge landete mit elf Punkten und einem Torverhältnis von -4 auf Rang 24 und schaffte es am XXL-Spieltag im Januar als letzter Teilnehmer in die Playoff-Runde. Auch in dieser Saison sollten vier Siege ausreichen, um auch nach der Liga-Phase im wichtigsten Klubwettbewerb dabei zu sein. Die Rechnung des BVB könnte lauten: Sechs Punkte gegen Bodø/Glimt und Kopenhagen, sechs Punkte aus den übrigen Spielen.

Es wird eine harte Aufgabe, ist aber machbar. Immerhin hat sich Dortmund in den letzten Jahren in der Champions League oft besser präsentiert als im Bundesliga-Alltag. Nicht von ungefähr war der BVB am Donnerstag in Lostopf eins unter den Top-Teams. „Das sind schwere Aufgaben. Wir nehmen sie voller Hingabe an“, betonte Ricken zur Auslosung.

Topics

Related news