Borussia Mönchengladbach auf der Suche nach Stabilität in der Bundesliga
Borussia Mönchengladbach hat sich aus der Abstiegszone befreit, befindet sich jedoch nun in einer Tabellenregion, die erhebliche Unsicherheit mit sich bringt.
Mönchengladbach – Vor den letzten beiden Bundesliga-Spielen des Jahres 2025 steht Borussia Mönchengladbach mit 16 Punkten auf dem zehnten Platz. Trainer Eugen Polanski hat die Mannschaft in eine Position geführt, die sie bereits in den vergangenen Jahren nach 13 Spieltagen erreicht hatte.
Die Plätze acht bis dreizehn gelten normalerweise als gesichertes Mittelfeld, da die Teams in dieser Region sich früher in Sicherheit wiegen konnten und wenig mit dem Abstiegskampf zu tun hatten. In dieser Bundesliga-Hinrunde ist das Mittelfeld jedoch so eng beieinander, dass sich die Lage innerhalb weniger Wochen drastisch ändern kann.
Gladbach kann einerseits nach oben schauen, da der Rückstand auf den siebtplatzierten Eintracht Frankfurt nur fünf Punkte beträgt. Andererseits muss die Mannschaft auch nach unten blicken, denn der Vorsprung auf den 1. FC Heidenheim (16. Platz) ist ebenfalls nur fünf Zähler. Ein Sieg könnte die Mannschaft nach oben bringen, während eine Niederlage sie nach unten drängen könnte.
Es ist ein Balanceakt, den Polanski und Sportchef Rouven Schröder meistern müssen. „Wir müssen jede Woche Punkte sammeln“, betonte Schröder auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg am Samstag um 15:30 Uhr. „Die Liga ist so eng beieinander. Es ist wichtig, dass wir Punkte sammeln, gut Fußball spielen und unsere Serie fortsetzen.“
Bei seinem Amtsantritt im Oktober sendete Schröder positive Signale. Gladbach sollte selbstbewusst auftreten und Ambitionen zeigen, was der Größe des Klubs gerecht wird. Gleichzeitig gilt es, nicht übermütig zu werden. „Die realistische Herangehensweise ist entscheidend. Wir müssen weder ängstlich noch euphorisch sein. Wir haben eine sehr gute Balance“, resümierte Schröder am Donnerstag.
Wolfsburg stellt die „nächste Herausforderung“ dar, nachdem die Wölfe unter Interimstrainer Daniel Bauer in den Spielen gegen Eintracht Frankfurt und Union Berlin vier Punkte gesammelt haben. „Das wird ein weiterer wichtiger Baustein. Wir fühlen uns gut vorbereitet und bereit, mit den Fans im Rücken alles zu geben“, so Schröder. Das Ergebnis wird darüber entscheiden, ob während der Weihnachtszeit Freude oder Sorge herrscht.