Borussia Mönchengladbach bereitet sich auf das Duell gegen Bayern München vor
Borussia Mönchengladbach steht vor einer Herausforderung, wenn sie am Samstagnachmittag (15:30 Uhr) im Borussia-Park auf den FC Bayern München treffen, der mit 27 Toren die stärkste Offensive der Bundesliga stellt. Angesichts von 15 Gegentoren in sieben Spielen muss die Mannschaft den Fokus auf eine kompakte und stabile Abwehr legen.
Trainer Eugen Polanski sollte davon absehen, seinen ballorientierten Ansatz zu verfolgen, da das größte Problem bei Borussia das Spiel gegen den Ball ist. Die Bayern haben zudem nur vier Gegentore zugelassen, weshalb Polanski von seinen Spielern eine hohe Intensität und die Rückbesinnung auf die grundlegenden Tugenden des Fußballs verlangt, um die Partie so lange wie möglich offen zu halten.
Für das bevorstehende Duell könnte Polanski, ähnlich wie bei seinem Debüt gegen Bayer Leverkusen, auf eine Dreierkette setzen. Das 3-4-2-1-System war bisher eine Ausnahme; in den letzten Spielen wechselte der Trainer zwischen einem 4-2-3-1 und einem 4-4-2. Gegen Bayern wird es entscheidend sein, so viele Spieler wie möglich hinter dem Ball zu positionieren und das Zentrum zu verdichten.
Während Tim Kleindienst, Nathan Ngoumou und Robin Hack alle auf ihr Comeback brennen, wird Innenverteidiger Fabio Chiarodia voraussichtlich aufgrund muskulärer Probleme ausfallen. „Fabio hat sich vom Training abgemeldet, ich denke, es wird nicht reichen“, sagte Polanski am Donnerstag. Die Rückkehrer Franck Honorat und Giovanni Reyna sind hingegen Kandidaten für die Startelf.
Polanski hat verschiedene Optionen. Im 4-2-3-1-System könnten Honorat und Reyna die Außenpositionen besetzen, wobei Jens Castrop den Vorzug erhalten könnte, falls Borussia vorsichtig mit dem US-Amerikaner umgeht. Sollte Rocco Reitz auf die Doppelsechs zurückgezogen werden, könnte Philipp Sander auf die Bank rotieren. In der Abwehr wird erwartet, dass Lukas Ullrich Marvin Friedrich ersetzt.
Die mögliche Aufstellung könnte folgendermaßen aussehen: Nicolas – Scally, Diks, Elvedi, Ullrich – Reitz, Engelhardt – Honorat, Neuhaus, Castrop (Reyna) – Tabaković.
In einem System mit Dreierkette könnte Engelhardt zwischen Diks und Elvedi positioniert werden, während Castrop oder Sander neben Reitz spielen würden. Es wäre auch denkbar, dass Engelhardt im Mittelfeld bleibt und Joe Scally als rechter Halbverteidiger agiert, sodass Honorat auf der rechten Seite freie Bahn hat. Die endgültige Entscheidung über die Startelf wird am Samstag um 14:30 Uhr bekanntgegeben, eine Stunde bevor das Spiel beginnt.