Borussia Mönchengladbach unter Eugen Polanski auf Erfolgskurs

Borussia Mönchengladbach unter Eugen Polanski auf Erfolgskurs

Borussia Mönchengladbach kann unter Eugen Polanski nicht mehr aufhören zu gewinnen. Rocco Reitz weiß genau, wie es weitergehen muss.

Mönchengladbach – Vor einigen Wochen kursierte eine interessante Statistik unter den Fans von Borussia Mönchengladbach: In der Sommerzeit 2025 hatte die Fohlen-Elf kein einziges Bundesligaspiel gewonnen und kämpfte monatelang mit Schwierigkeiten. Doch mit dem Beginn der Winterzeit kehrte der Erfolg zurück.

Der 3:0-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim markierte den dritten aufeinanderfolgenden Bundesligasieg und den vierten Pflichtspielsieg in Folge. Letztmals gelang Gladbach ein solches Kunststück zwischen Ende Februar und Anfang März 2017 unter dem damaligen Cheftrainer Dieter Hecking. Eugen Polanski tritt somit in große Fußstapfen.

Was zeichnet den ehemaligen U23-Trainer aus? „Es hat von Anfang an gepasst. Er wusste, wie er uns anpacken und nach einer schwierigen Zeit mit uns kommunizieren muss“, sagte Haris Tabaković in einem Interview mit Sky. „Seine Emotionalität, Klarheit und die Art, wie er Fußball spielen will, stimmen einfach.“

Die Tatsache, dass neben der Spielweise auch die Ergebnisse stimmen, sei „sein Verdienst“, betonte Tabaković und fügte hinzu, dass es nach der Entscheidung, Polanski zum Cheftrainer zu befördern, auch klar sei, dass der Vertrag verlängert werden müsse.

Professionelle Fußballer wissen, dass erfolgreich zu sein eine Sache ist, den Erfolg jedoch über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten, eine größere Herausforderung darstellt. Für Polanski und Gladbach gilt es daher, jederzeit konsequent zu bleiben und wöchentlich akribisch daran zu arbeiten, in der Bundesliga Punkte zu sammeln.

Genau diese Marschroute gab Vizekapitän Rocco Reitz am Mikrofon des Bezahlsenders vor: „Ich würde vor allem bei den Dingen bleiben, die wir gut machen. Die Disziplin und Aufopferung gegen den Ball müssen wir beibehalten.“ Dann werde es auch „immer mehr gelingen, dass unsere Idee mit dem Ball aufgeht.“

Es war kein direkter Rat an Polanski, doch dem Trainer dürften die Worte gefallen sein. „Ich würde einfach kleine Brötchen backen und das weitermachen, was wir bisher getan haben. Der Erfolg wird sich aus diesen Anstrengungen ergeben“, äußerte der Mittelfeldmotor seine Überzeugung in die Qualitäten der Mannschaft.

Die Basis für den Erfolg war in den ersten Wochen unter Polanski nur phasenweise gegeben. „Wir standen strukturiert, hielten die Räume gut und kommunizierten effektiv“, lobte Reitz die Defensivarbeit. In neun Spielen unter Polanski kassierte Gladbach 15 Gegentore, davon fielen 13 in den ersten fünf Spielen. Daraus folgt, dass Borussia in den letzten vier Partien nur zwei Gegentreffer hinnehmen musste.

Wenn im nächsten Schritt die eigene Torgefahr erhöht wird, ist die Entwicklung, die mit dem 3:1-Sieg im DFB-Pokal gegen den Karlsruher SC am 28. Oktober begann, die logische Konsequenz. Symbolisch sagte Reitz über seinen Hackentrick-Assist für Tabaković: „Je mehr Spiele man miteinander macht, je mehr man trainiert und je mehr Selbstvertrauen man sammelt, desto eher gelingt so etwas.“ Dies zeigt, dass Gladbach auf dem richtigen Weg ist – nun gilt es, diesen Weg konsequent fortzusetzen.

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