Borussia Mönchengladbachs Defensive beeindruckt in der Bundesliga

Borussia Mönchengladbachs Defensive beeindruckt in der Bundesliga

Borussia Mönchengladbach zeigt derzeit eine beeindruckende defensive Leistung. In den letzten fünf Bundesligaspielen haben die Fohlen sogar den Branchenprimus FC Bayern übertroffen.

In Mönchengladbach würde die Bilanz der letzten fünf Spiele die Mannschaft als Spitzenreiter im deutschen Fußball ausweisen. Mit 13 von 15 möglichen Punkten und einem Torverhältnis von 11:1 stehen sie nur hinter dem FC Bayern, der seit November ebenfalls 13 Punkte erzielt hat, jedoch 19 Tore erzielt und fünf Gegentreffer kassiert hat.

Die defensive Stabilität hat sich beim Team deutlich verbessert, nachdem die Abwehr zu Beginn der Saison als Schwachstelle galt. In den ersten acht Spielen kassierte Gladbach 18 Gegentore, darunter eine 0:4-Niederlage gegen Werder Bremen und eine 4:6-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt. Zudem verlor man einen möglichen Punkt gegen Union Berlin (1:3) und war gegen Bayern chancenlos (0:3).

Was hat sich geändert? Die Mannschaft hat offenbar erkannt, dass defensive Kompaktheit der Schlüssel zum Erfolg in der Bundesliga ist. Eine der ersten Forderungen von Trainer Eugen Polanski war es, das Zentrum zu verdichten. Gladbach spielt gegen den Ball im 5-3-2-System, bemüht sich um Kompaktheit und presst erst ab der Mittellinie, um große Räume zu vermeiden.

Torhüter Moritz Nicolas hat zudem neues Selbstvertrauen gewonnen. Während er zu Saisonbeginn bei einigen Gegentoren unglücklich wirkte, ist er mittlerweile wieder eine sichere Bank. Im Spiel gegen Mainz 05 verhinderte Nicolas in der 48. Minute einen Rückstand durch Nelson Weiper, und gegen RB Leipzig (0:0) bewahrte er mit vier Paraden die weiße Weste.

Bisher hat Nicolas in der Saison insgesamt 42 Paraden gezeigt, was einer Fangquote von 68,85 Prozent entspricht und ihn im Torhüter-Ranking der Bundesliga auf den vierten Platz bringt. Gladbach benötigt einen stabilen Rückhalt, da sie mit 64 zugelassenen Torschüssen den sechsthöchsten Wert in der Liga haben. Die Tendenz zeigt jedoch eine positive Entwicklung.

Während Gladbach in den ersten acht Spielen noch 47 Torschüsse auf das eigene Tor zuließ – darunter elf im Heimspiel gegen den FC Bayern – sind in den letzten fünf Partien nur 17 Torschüsse hinzugekommen. Diese Torschüsse hatten es jedoch in sich; sowohl Mainz als auch Leipzig erzielten jeweils 1,09 Expected Goals, während der 1. FC Köln im Derby (3:1) sogar auf 2,16 Expected Goals kam.

Nach dem Sieg gegen Mainz erklärte Polanski, dass er auch an den defensiven Abläufen weiter arbeiten möchte. Gelegentlich gerät Gladbach noch in hektische Schlussphasen, was an Ruhe mangelt. Zudem kann die gegnerische Torgefahr weiter eingedämmt werden. Daher wird Sportchef Rouven Schröder auch nicht von seinem Plan abweichen, im Winter einen Verteidiger zu verpflichten. Es gibt noch viel zu tun, aber Borussia ist auf einem vielversprechenden Weg.

Topics

Related news