Bundesliga-Auftakt: Borussia Mönchengladbach und Hamburger SV trennen sich 0:0
Borussia Mönchengladbach hat zum Auftakt der Bundesliga-Saison gegen den Hamburger SV ein torloses Unentschieden erzielt. Im Fokus der Diskussionen standen jedoch vor allem die Transfers, insbesondere der von Giovanni Reyna.
Für die Zuschauer im Borussia-Park war das Duell zwischen Borussia Mönchengladbach und dem Hamburger SV eher zäh. Die beiden Traditionsmannschaften trennten sich ohne Tore, und die Chancenarmut sorgte dafür, dass nur wenige Gelegenheiten für ein anderes Ergebnis vorhanden waren. Der Aufsteiger aus Hamburg konnte mit dem Unentschieden zufrieden sein, während Gladbach sich einen Sieg zum Saisonstart erhofft hatte.
Außerhalb des Spiels rückten jedoch Personen in den Vordergrund, die nichts mit dem Spielverlauf zu tun hatten. Vor dem Anpfiff galt die Aufmerksamkeit Julian Weigl, der nicht im Kader berücksichtigt wurde, da Gespräche über einen möglichen Transfer im Gange sind. Nach dem Spiel sprach Sport-Geschäftsführer Roland Virkus über Giovanni Reyna.
Der vielseitige Offensivspieler wurde am Samstag von Borussia Dortmund verpflichtet und war für das Spiel gegen den HSV noch kein Thema im Kader. Mönchengladbach setzt jedoch große Hoffnungen auf Reyna, der nach einer Reihe von Verletzungen im Konkurrenzkampf bei Dortmund keine Chance hatte und nun bei Borussia Mönchengladbach einen Neuanfang wagen möchte.
„Ein kreativer Spieler, der auf vielen Positionen einsetzbar ist. Er ist jung und will einen neuen Start“, erklärte Virkus begeistert über Reyna und fügte hinzu: „Das ist wirklich ein Transfer, bei dem wir sagen können: Gladbach hat normalerweise in dieser Situation keine Chance.“
Virkus ist sich der Bedenken wegen Reynas Verletzungshistorie bewusst, doch überwiegt für ihn die Chance das Risiko. „Du erhältst einen hervorragenden Spieler, den du unter normalen Umständen nicht bekommen würdest. Wir sollten stolz darauf sein, dass er sich für Borussia Mönchengladbach entschieden hat“, sagte der 58-Jährige.
Reyna wird Gladbach „bereichern“, muss sich jedoch zunächst einleben. Auf welcher Position er spielen wird, hängt von den Planungen von Trainer Gerardo Seoane ab. „Er kann als hängende Spitze, vom Flügel oder auf der Zehn spielen. Das ist wichtig, da der Konkurrenzkampf in einem solchen Kader entscheidend ist. Man muss Druck auf allen vorderen Positionen ausüben, ohne jemanden zu blockieren“, erläuterte Virkus.
Die beste Position für Reyna könnte möglicherweise „die sein, auf der er etwas eingerückt hinter einem Stoßstürmer agiert“, jedoch kann er auch auf den Flügeln eingesetzt werden. Der Neuzugang stellt somit eine Alternative zu Kevin Stöger, Shuto Machino oder Robin Hack dar, möglicherweise auch zu Franck Honorat. Ob Reyna jedoch kommende Woche gegen den VfB Stuttgart im Kader stehen wird, bleibt abzuwarten.