Bundesliga-Saisonstart: Tops und Flops im Überblick

Bundesliga-Saisonstart: Tops und Flops im Überblick

Die Bundesliga zeigt bereits erste Tendenzen, insbesondere in Bezug auf Spieler, die die Erwartungen nicht erfüllen konnten.

Frankfurt – Der Saisonstart in der Bundesliga hat erneut spannende Geschichten hervorgebracht. Welche Spieler haben sich ins Rampenlicht gespielt und welche Vereine bleiben hinter ihren eigenen Erwartungen zurück? Hier werfen wir einen Blick auf die Tops und Flops des Saisonstarts.

Zu Beginn sei erwähnt, dass am Ende der Saison sicherlich ein Verein oder ein Spieler auf der Strecke bleiben wird. Ein Beispiel hierfür ist der FC Bayern, der einen perfekten Saisonstart hingelegt hat und mit Harry Kane einen Stürmer in absoluter Weltklasseform in seinen Reihen hat. Auch Vincent Kompany, Konrad Laimer oder die gesamte Bayern-Mannschaft könnten hier genannt werden.

Das Überraschungsteam der aktuellen Bundesliga-Saison ist der 1. FC Köln. Mit zehn Punkten belegt der Verein derzeit den sechsten Platz und sichert sich somit einen Platz im Europapokal. Vor der Saison hat der FC hervorragende Arbeit auf dem Transfermarkt geleistet. Marius Bülter, der zuletzt verletzt war, erzielte in den ersten beiden Spielen vier Scorerpunkte. Isak Johannesson hat sich neben Eric Martel im Mittelfeld etabliert. Besonders in der Breite hat der 1. FC Köln eine hervorragend besetzte Mannschaft.

Mit El Mala haben sie zudem eines der spannendsten Talente der Liga in ihren Reihen. Der U21-Nationalspieler kam zunächst nur als Joker zum Einsatz, konnte jedoch mit seiner Technik überzeugen. Mit einer Körpergröße von 1,90 Metern bereitet er jeder Defensivreihe Probleme. Bei seinem ersten Startelfeinsatz am vergangenen Spieltag erzielte er zudem das entscheidende Tor. In dieser Konstellation wird der Aufsteiger voraussichtlich nicht absteigen.

Während der 1. FC Köln einen starken Saisonstart hingelegt hat, sieht es beim Rivalen Borussia Mönchengladbach ganz anders aus. Mit nur drei Punkten und als einzige Mannschaft ohne Sieg belegen sie den 17. Tabellenplatz, nur der 1. FC Heidenheim steht noch hinter ihnen. In vier von sechs Spielen blieben sie torlos, und vier ihrer fünf Treffer erzielten sie gegen Eintracht Frankfurt, gegen die sie zwischenzeitlich mit 0:6 zurücklagen.

Auf und neben dem Platz brodelt es bei Borussia Mönchengladbach: Ein früher Trainerwechsel, der Rücktritt von Roland Virkus und mehrere verletzte Schlüsselspieler sorgen für Unruhe. Rouven Schröder wird als möglicher Nachfolger für den Posten des Sportvorstands gehandelt. Für Gladbach geht es in dieser Saison nur um eines: den Abstieg in die zweite Liga zu verhindern.

Eintracht Frankfurt erlebte einen durchwachsenen Start in die Bundesligasaison, mit drei Siegen und drei Niederlagen. Dabei kassierten sie die meisten Gegentore aller Bundesligisten (16). Dennoch haben sie nach dem FC Bayern die zweitbeste Offensive, was vor allem dem starken Start von Uzun zu verdanken ist. Der türkische Nationalspieler, der vor der letzten Saison zum Verein kam, hatte ein eher enttäuschendes erstes Jahr und nutzte dies als Ansporn, härter zu trainieren und sich an die Bundesliga zu gewöhnen. Er stand in jedem Spiel in der Startelf, erzielte bereits fünf Tore und bereitete drei weitere vor. Lediglich Kane und Luis Díaz haben bis dato mehr Torbeteiligungen vorzuweisen. Uzun ist der Durchstarter der aktuellen Saison und könnte der nächste große Geldregen für die Eintracht werden, intern wird sein Preisschild auf 80 Millionen Euro geschätzt.

Ein weiterer neuer Trainer, der mit großer Spannung erwartet wurde, ist der ehemalige Co-Trainer von Bundestrainer Julian Nagelsmann, der vor der Saison den FC Augsburg übernahm. Sein Ziel ist es, eine fußballerische Weiterentwicklung bei den Fuggerstädtern zu erreichen. Es ist jedoch noch zu früh, um eine endgültige Bewertung vorzunehmen. Die Auftritte und Aussagen von Wagner werfen bislang keinen guten Schatten auf seine Arbeit.

Obwohl er ein junger Trainer ist, hat man das Gefühl, dass mehr über Wagner selbst als über den FC Augsburg gesprochen wird. Mit nur sechs Punkten steht der FCA sportlich nicht besonders gut da, und die schwachen Leistungen, wie die 1:4-Heimniederlage gegen Mainz und die Auswärtsniederlage in Heidenheim, verstärken den Druck. Noch ist es früh in der Saison, doch zuletzt gelang Wagner und dem FCA ein Befreiungsschlag gegen den VfL Wolfsburg. Aktuell sollte man Wagner Zeit geben, um sich als Cheftrainer in der Bundesliga zu beweisen.

Vor dem Saisonstart hatten viele Fans Bedenken hinsichtlich der Qualität der Liga, da einige Topstars wie Florian Wirtz, Hugo Ekitiké oder Nick Woltemade in die Premier League gewechselt sind. Doch nach nur wenigen Wochen scheinen bereits neue Stars in den Startlöchern zu stehen: El Mala, Uzun, Fisnik Asslani von der TSG Hoffenheim und Bilal El Khanouss vom VfB Stuttgart sind nur einige Beispiele. Auch Díaz von Bayern und zahlreiche Talente bei RB Leipzig und Bayer 04 Leverkusen sorgen dafür, dass die Bundesliga weiterhin ein Sprungbrett für Spieler auf dem Weg zur europäischen Spitze bleibt.

Der VfL Wolfsburg strebt jedes Jahr an, um die europäischen Plätze mitzuspielen, doch nach sechs Spieltagen und nur fünf Punkten belegen sie derzeit lediglich den 15. Platz – ein enttäuschendes Ergebnis für die Ansprüche des Vereins. In den letzten vier Saisons landete der Verein nur einmal in der oberen Tabellenhälfte. Angesichts der vorhandenen Mittel und Möglichkeiten ist der Saisonstart erneut mehr als enttäuschend.

Mit Trainer Paul Simonis, der als „Gouda-Guardiola“ bezeichnet wird, sollte in der Autostadt endlich wieder attraktiver Offensivfußball gespielt werden. Ähnlich wie bei Wagner lässt sich nach nur sechs Spielen noch kein abschließendes Urteil fällen. Aktuell scheinen jedoch andere Mannschaften dem VfL einen Schritt voraus zu sein.

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