Bundesliga-Spiele in Gefahr durch Winterwetter
Die Bundesliga-Spiele stehen aufgrund von Schnee- und Sturmchaos vor einer möglichen Absage nach der Winterpause.
Update vom 9. Januar 2026, 16:40 Uhr: Das Spiel zwischen St. Pauli und Leipzig wurde bereits abgesagt. Nun ist auch die Begegnung zwischen Werder Bremen und der TSG Hoffenheim betroffen. Die DFL erklärte in einer Mitteilung: „Die derzeitige Wetterlage hat zu flächendeckenden Vereisungen und erheblichen Schneeverwehungen in weiten Teilen des Stadionareals geführt, die eine sichere Durchführung des Spiels nicht ermöglichen.“ Laut dem Stadionbetreiber ist das Weserstadion daher nicht betriebsfähig.
Am kommenden Bundesliga-Samstag finden somit nur noch vier Spiele statt. Um 15:30 Uhr stehen die Partien Heidenheim gegen Köln, Union Berlin gegen Mainz sowie Freiburg gegen den HSV auf dem Programm. Abends um 18:30 Uhr steigt dann das Topspiel zwischen Leverkusen und Stuttgart.
Update vom 9. Januar 2026, 13:15 Uhr: Das Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig, das am Samstag um 15:30 Uhr am Millerntor stattfinden sollte, wurde aufgrund der extremen Schneeverhältnisse abgesagt. Diese Entscheidung wurde mittlerweile offiziell vom Verein bestätigt. Seit Donnerstag hatte es in Hamburg stark geschneit, und die Lage verschärfte sich am Freitagmorgen mit weiteren Schneefällen und Verwehungen rund um das Stadion.
Obwohl der Platz voraussichtlich bespielbar gewesen wäre, machten die Zugänge, Ränge und die Gefahr durch Schnee und Eis auf den Stadiondächern eine sichere Durchführung unmöglich. Aus Sicherheitsgründen sperrte St. Pauli das Stadion und bestätigte die Absage am Freitag gegen 14 Uhr.
Erstmeldung vom 8. Januar 2026: Hamburg – Das Sturmtief „Elli“ bedroht mehrere Bundesliga-Spiele am Wochenende mit extremem Winterwetter. Besonders im Norden und in Berlin werden heftige Schneefälle, Sturm und Eisregen erwartet, die zu Spielabsagen führen könnten. Ein Sprecher der DFL erklärte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: „Wir beobachten die Wettersituation und stehen mit den Beteiligten im Austausch.“
Besonders gefährdet ist das Heimspiel des FC St. Pauli gegen RB Leipzig am Samstag. Der Hamburger Verein teilte auf seiner Internetseite mit: „Angesichts der Wetterlage können wir nicht garantieren, dass das Spiel unter den gegebenen Umständen stattfinden kann.“ Der Klub bemüht sich zwar, die Partie zu ermöglichen, muss jedoch abwarten, wie sich die Wetterlage entwickelt und ob weitere heftige Schneefälle eintreten.
Der Deutsche Wetterdienst hat aufgrund der vorhergesagten Schneefälle und stürmischen Winde mit Böen bis zu 70 Kilometern pro Stunde bereits eine amtliche Unwetterwarnung herausgegeben. Diese gilt für Hamburg und Umgebung, den Norden Niedersachsens sowie den Süden und Westen Schleswig-Holsteins. In Bremen und Hamburg bleiben am Freitag wegen des Sturmtiefs sogar die Schulen geschlossen.
Ähnliche Sorgen plagen auch Werder Bremen vor dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim. Der Verein hat 50 zusätzliche Mitarbeiter engagiert, um die Bereiche rund um das Weserstadion vom Schnee zu befreien und gegebenenfalls auch während der Partie zu räumen. „Was passiert, wenn zwei Meter Schnee fallen, wage ich nicht zu beurteilen“, sagte Bremens Mediendirektor Christoph Pieper.
Bei der Pressekonferenz zum Spieltag appellierte Werder Bremen an die Fans, nach Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Ein Verkehrschaos, das durch Blitz-Eis und das erhöhte Transportaufkommen rund um ein Fußballspiel entstehen könnte, kann schließlich die beste Vorbereitung eines Vereins nicht verhindern.
In Berlin haben bereits einige Fans rund um die Alte Försterei angepackt. Nach einem Aufruf des Fanklubs befreiten sie die Wege und Einlassstellen von Eis und Schnee, um das Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 zu ermöglichen. Ob dies jedoch ausreicht, wenn ständig neuer Schnee hinzukommt und die Freiwilligen an ihre körperlichen Grenzen stoßen, wird sich spätestens am Samstagmittag zeigen.
Insgesamt bleibt die Lage unübersichtlich. Aktuell ist nicht abzusehen, wie groß das Ausmaß des Chaos sein wird. Zudem werden auch die einzelnen Kommunen ein Wörtchen mitzureden haben. Denn selbst wenn die Stadien und deren Umgebung sicher sind, kann das Verkehrsaufkommen in der Gegend die örtliche Lage unnötig belasten, und die Notfallkräfte würden sich über Entlastungen in Form einer Spielabsage sicherlich nicht beschweren.
Immerhin scheint der Start ins neue Bundesliga-Jahr so gut wie gesichert. „Nach Einschätzung der zuständigen Behörden gibt es aktuell keinen Grund zur Annahme, dass das Spiel am Freitag nicht wie geplant stattfinden kann“, teilte Eintracht Frankfurt vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund mit. Dennoch wurde auch hier zusätzliches Personal akquiriert.