BVB als Underdog im Klassiker gegen den FC Bayern
Der BVB reist als Außenseiter zum bevorstehenden „Klassiker“ gegen den FC Bayern, der aktuell die Konkurrenz in der Bundesliga dominiert. Trainer Niko Kovač äußerte sich in einer Pressekonferenz zu dem David-gegen-Goliath-Vergleich, der häufig in diesem Kontext gezogen wird.
Trotz einer beeindruckenden Serie von 14 ungeschlagenen Bundesliga-Spielen und nur zwei Pflichtspielniederlagen in den letzten sieben Monaten, wird der BVB in München als Außenseiter angesehen. Der FC Bayern hat in dieser Saison alle seine ersten zehn Pflichtspiele gewonnen und ist seit 15 Spielen ungeschlagen.
Der Rekordmeister hat selbst gegen starke Gegner überzeugende Leistungen gezeigt, darunter ein 6:0-Sieg gegen RB Leipzig, ein 3:1 gegen den Klub-Weltmeister FC Chelsea und ein 3:0 bei Eintracht Frankfurt. Dies sorgt bei den BVB-Anhängern für eine Mischung aus Nervosität und Hoffnung auf einen spannenden Verlauf in der Bundesliga. Trainer Kovač versprach, dass sein Team mutig auftreten werde.
„Wer versucht, sich gegen den FC Bayern defensiv zu positionieren, wird schnell bestraft“, erklärte Kovač am Donnerstag. Dennoch sei es wichtig, zu Beginn des Spiels kompakt zu stehen. „Die Bayern entscheiden ihre Spiele häufig in den ersten 20 bis 30 Minuten der ersten Halbzeit. Wir müssen gut ins Spiel starten“, fügte er hinzu.
Nachdem der anfängliche Druck überstanden ist, plant der BVB, gezielte Akzente zu setzen. Kovač sieht genügend Gründe für einen selbstbewussten Auftritt, selbst gegen den scheinbar übermächtigen FC Bayern. In den letzten Wochen haben zahlreiche Medien, darunter auch das Fußballportal Absolut Fussball, den Vergleich zu David und Goliath gezogen.
Auf die Frage von Absolut Fussball zu diesem Vergleich reagierte Kovač mit einer biblischen Anspielung: „Goliath hat den anderen unterschätzt, und das ist der entscheidende Punkt. Ich glaube nicht, dass der FC Bayern uns unterschätzen wird“, erklärte der BVB-Coach. Er ist überzeugt, dass die Münchner die Fortschritte, die Dortmund in den letzten Monaten gemacht hat, erkannt haben.
„Sie wissen, dass wir viel Qualität in der Mannschaft haben“, so Kovač weiter. In der Pressekonferenz, in der er auch nachträgliche Glückwünsche zu seinem 54. Geburtstag entgegennahm, zeigte er sich gut gelaunt und sorgte für einige Lacher. Bei der Analyse des Gegners war er jedoch ernsthaft.
„Wir müssen in allen Bereichen und Phasen 100 Prozent leisten, um überhaupt eine Chance zu haben“, betonte Kovač. „Der FC Bayern ist der Favorit. Wenn sie uns unterschätzen, könnte es problematisch werden. Aber ich glaube nicht, dass sie das tun werden.“ Den Fehler, den Goliath gegen David gemacht hat, erwartet er am Samstag nicht. Dennoch hat der BVB die „Steinschleuder“ im Gepäck.
Aus Dortmund berichtet BVB-Reporter Lars Pollmann