BVB bemüht sich um Vertragsverlängerung mit Nico Schlotterbeck
Der BVB setzt alles daran, die Zusammenarbeit mit seinem Star-Innenverteidiger Nico Schlotterbeck zu verlängern. Mehrere Faktoren spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Dortmund – In den letzten Wochen war kaum ein Thema so umstritten wie die Situation von Nico Schlotterbeck. Nach seiner Rückkehr aus einer langen Verletzungspause sorgten die Wechselgerüchte zum FC Bayern sowie die Spekulationen über eine mögliche Vertragsverlängerung bei Borussia Dortmund für viel Gesprächsstoff.
Nachdem Schlotterbeck von einem Meniskusriss genesen ist, hat er in sieben seiner acht Einsätze durchgehend gespielt, darunter 120 Minuten im DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt. Der deutsche Innenverteidiger hat sich beim BVB als zentrale Figur etabliert und erfreut sich großer Beliebtheit, weshalb die Vereinsführung eine Verlängerung seines Vertrags anstrebt.
Laut Informationen der Bild liegt Schlotterbeck ein Vertragsangebot vor, das nur darauf wartet, unterzeichnet zu werden: eine Laufzeit von vier Jahren bis 2030 und ein Jahresgehalt von acht Millionen Euro zuzüglich möglicher Bonuszahlungen. Zudem hat der BVB einen Plan entwickelt, um die Überlegungszeit des zögerlichen Star-Spielers für Überzeugungsarbeit zu nutzen.
Schlotterbeck wird als idealer Führungsspieler angesehen. Gerüchten zufolge soll ihm zur neuen Saison auch die Kapitänsrolle offiziell übertragen werden. Der aktuelle Kapitän Emre Can fällt verletzungsbedingt aus, zuletzt vertrat ihn Julian Brandt, der Schlotterbeck im Spiel gegen Frankfurt die Kapitänsbinde überließ. Dies ist ein deutliches Zeichen des Vertrauens in den Innenverteidiger.
Auch BVB-Boss Hans-Joachim Watzke soll in persönlichen Gesprächen bemüht sein, Schlotterbeck zu überzeugen. Man traut dem 25-Jährigen eine ähnliche Entwicklung zu wie Mats Hummels in der Vergangenheit – als Identifikationsfigur und Antreiber. Die emotionale Bindung spielt ebenfalls eine Rolle, da Schlotterbecks Familie stets an seiner Seite ist und sich in Dortmund wohlfühlt.
Ein weiterer Aspekt sind die Titelchancen bei Dortmund. Der Saisonstart verlief vielversprechend, mit nur einer Niederlage gegen den FC Bayern. Während die Titelchancen woanders höher erscheinen, könnte die positive Entwicklung des Mannschaftsgefüges in Dortmund für Schlotterbeck entscheidend sein und ist ein Grund für sein Zögern.
Trotz der hartnäckigen Bemühungen des BVB stimmen Schlotterbecks Gehaltsforderungen offenbar nicht mit dem aktuellen Angebot überein. Der Defensiv-Star fordert anscheinend ein festes Gehalt im zweistelligen Millionenbereich. Eine alternative Option könnte sich ebenfalls in einem ähnlichen Rahmen bewegen, was bedeutet, dass die Dortmunder in jedem Fall tiefer in die Tasche greifen müssten.