BVB bereitet sich auf DFB-Pokal-Duell gegen Leverkusen vor
Der BVB hat endlich einen starken Gegner bezwungen, indem er Bayer Leverkusen besiegte. Dennoch erwarten die Beteiligten keine großen Auswirkungen auf das bevorstehende Pokalspiel am Dienstag.
In Dortmund herrschte am Sonntagabend beim traditionellen Weihnachtssingen im Westfalenstadion ausgelassene Stimmung. Viele BVB-Spieler waren mit ihren Familien gekommen, um am ersten Advent gemeinsam mit den Fans zu feiern. Über 73.000 Zuschauer nahmen an der Veranstaltung teil, die eine Rekordspendensumme von 180.000 Euro einbrachte.
Die Mannschaft muss jedoch schnell wieder den Fokus finden, denn am Dienstagabend um 21 Uhr steht im Achtelfinale des DFB-Pokals das nächste Aufeinandertreffen mit Bayer Leverkusen an. Nur drei Tage nach dem hart erkämpften 2:1-Auswärtssieg in der Bundesliga ist eine besondere Konzentration gefragt.
Trotz des Erfolgs warnte Gregor Kobel bereits am Samstag vor zu viel Euphorie. „Ich glaube, es ist wichtig zu wissen, dass es ein anderes Spiel werden wird“, betonte er in der Mixed Zone gegenüber Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports. „Sie kommen mit einem gewissen Hunger und wollen uns eines auswischen.“
Julian Brandt teilt diese nüchterne Einschätzung. „Es geht bei null los, so blöd das klingt.“ Das Bundesliga-Duell spiele „keine große Rolle“ für den Pokalabend, erklärte der Mittelfeldspieler. Er war jedoch froh, dass der BVB mit dem Sieg gegen Leverkusen ein Thema „ad acta“ legen kann: Erstmals in dieser Saison gelang ein Sieg gegen ein Top-Team.
„Ich bin froh, wenn ich solche Akten schließen kann. Ab ins Archiv“, schmunzelte Brandt, der jedoch auch weiß, dass der DFB-Pokal eine ganz andere Herausforderung darstellt. „Da kann alles passieren. Am Ende könnte man sich ein Ziel verbauen, das man im Januar, Februar oder März nicht mehr gut machen kann“, warnte er.
Sportdirektor Sebastian Kehl betonte ebenfalls die Bedeutung des zweiten Duells gegen Leverkusen: „Die Jungs wissen, dass es am Dienstag um eine gewisse Richtung geht.“ Er sieht den BVB in allen drei Wettbewerben gut aufgestellt, doch im Pokal besteht die einzige wirklich realistische Chance auf einen Titel.
Geschäftsführer Lars Ricken hatte kürzlich bei der Mitgliederversammlung die Marschroute vorgegeben: „Wir sind ein großer Klub. Wir sollten auch mal wieder zeigen, dass wir titelreif im DFB-Pokal sind! Mein Wunsch ist es, dass unser Präsident Aki Watzke am Ende der Saison den DFB-Pokal in den Händen halten darf.“ Auf dem Weg dorthin hat der BVB mit Eintracht Frankfurt im Elfmeterschießen bereits eine hohe Hürde genommen. Am Dienstagabend wartet mit Leverkusen der nächste große Brocken.