BVB sichert sich Heimsieg und Julian Brandts Selbstkritik

BVB sichert sich Heimsieg und Julian Brandts Selbstkritik

Borussia Dortmund hat sich mit einem bedeutenden Heimsieg von der Konkurrenz abgesetzt. Besonders auffällig war die klare Selbstkritik von Julian Brandt bezüglich des Spielstils.

In einem Update vom 8. Dezember um 14:08 Uhr äußerte Brandt seine Kritik an der Spielweise von Borussia Dortmund im Nachgang des Spiels gegenüber Sky. „Ich bezog mich mit meiner Aussage ausdrücklich auf das Spiel gegen Hoffenheim, nicht auf unseren Fußball im Allgemeinen“, betonte der Mittelfeldspieler.

„Das weiß der Trainer auch“, fügte Brandt hinzu, nachdem er den BVB beim 2:0-Sieg gegen Hoffenheim maßgeblich unterstützt hatte. Der 29-Jährige erzielte seinen ersten Bundesliga-Treffer seit Mitte Oktober und kommt saisonübergreifend auf insgesamt fünf Tore. Nur Karim Adeyemi (sechs Tore) und Serhou Guirassy (neun Tore) haben für Dortmund häufiger getroffen.

In der ersten Meldung vom 7. Dezember wurde festgestellt, dass Dortmund in der vergangenen Woche wohl den fußballerisch überzeugendsten Auftritt beim bitteren Ausscheiden im DFB-Pokal gegen Bayer Leverkusen zeigte. Das 0:1 im Achtelfinale am Dienstag wurde von zwei wichtigen Siegen in der Bundesliga umrahmt, darunter ein 2:1 gegen Leverkusen und ein 2:0 gegen Hoffenheim.

Am zweiten Advent ließ die starke BVB-Defensive, angeführt von dem überragenden Nico Schlotterbeck, kaum etwas zu. Julian Brandt schloss einen schönen Angriff in der ersten Hälfte ab, ehe Schlotterbeck nach der Pause das zweite Tor erzielte. Dortmund verwaltete den Heimsieg anschließend souverän. Brandt zeigte sich nach dem Spiel jedoch überraschend kritisch.

„Aufgrund des Sieges, der Tabellensituation und des Spieltages ist es, glaube ich, ein Sonntag, der Zufriedenheit bringt und das Gefühl vermittelt, dass es ein gelungener Tag war“, sagte der Mittelfeldspieler in der Mixed Zone, unter anderem gegenüber Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports.

Dennoch äußerte Brandt Selbstkritik am BVB. „Es entspricht nicht meiner Spielweise, wenn man sich 90 Minuten so ein Spiel ansieht. Manchmal muss ich das einfach akzeptieren.“ Wie würde sich der 29-Jährige eine bessere Spielweise wünschen? „Mit mehr Ballbesitz und mehr Kontrolle und vielleicht weniger hohen Bällen“, erklärte Brandt.

Brandt kritisierte, dass Dortmund sich seiner Meinung nach zu sehr an die Spielweise von Hoffenheim angepasst habe. Trainer Niko Kovač hatte die formstarken Kraichgauer im Vorfeld als den „stärksten Gegner“ bezeichnet, der in dieser Saison nach Dortmund gekommen ist. Angesichts der Partien gegen Leverkusen sowie RB Leipzig und den VfB Stuttgart war das durchaus ein großes Lob.

Aus Brandts Sicht führte diese Anpassung zu übertriebenen Veränderungen im BVB-Spiel. „Grundsätzlich wünsche ich mir immer, dass wir viel besser spielen. Es ist vielleicht sogar gut, dass wir in der Lage sind, uns anzupassen und trotzdem ein Spiel zu gewinnen. Aber ich glaube, dass es auch Situationen gibt, in denen man den Platz hat und den Ball zirkulieren kann.“

Stattdessen sei das Spiel des BVB stark auf Intensität ausgelegt, mit einem ständigen Hin und Her zwischen den Strafräumen. Das erfordere hohen Aufwand, was für einen Ballkünstler wie Brandt nicht ideal sei. „Für mich ist es einfach so: Am Ende spielen wir Fußball, wir laufen nicht Fußball.“ Dennoch wollte der dienstälteste BVB-Profi nicht zu kritisch sein.

„Die Reaktion auf das Pokalspiel war wichtig. Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden. Ich stand hier in den letzten Jahren schon mit zehn gesunden Spielern und, keine Ahnung, 22 Punkten aus 16 Spielen.“ Aktuell hat der BVB 28 Punkte nach 13 Partien und liegt fünf Punkte vor den ersten Verfolgern. Das Zwischenziel, auf einem Champions-League-Platz zu überwintern, ist greifbar nahe.

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