BVB-Stars Besuchen Kinderklinik in Dortmund zur Weihnachtszeit

BVB-Stars Besuchen Kinderklinik in Dortmund zur Weihnachtszeit

Für die Patienten der Dortmunder Kinderklinik ist der Besuch der BVB-Stars der Höhepunkt der Weihnachtszeit. Niko Kovač und Emre Can zeigen sich sichtlich bewegt.

Dortmund – In der hektischen Welt des Profifußballs bleibt oft wenig Zeit für Besinnlichkeit und Reflexion. Doch bei Borussia Dortmund gibt es seit fast 30 Jahren eine Tradition, die den Spielern kurz vor den Feiertagen verdeutlicht, was im Leben wirklich wichtig ist. Am Montag war es wieder so weit: Bei einem Besuch in der Dortmunder Kinderklinik brachten die Stars die Augen der jungen Fans zum Leuchten.

Die Mannschaft um Kapitän Emre Can und das Trainerteam unter Niko Kovač nahmen sich Zeit für Gespräche, Fotos und Autogramme. Natürlich wurden auch viele Geschenke verteilt. Das wertvollste Geschenk ist jedoch die Aufmerksamkeit, die den Kindern und Jugendlichen zuteilwird, die mit schweren Krankheiten kämpfen.

„Im ersten Moment ist es nicht einfach, hierherzukommen und die kranken Kinder zu sehen. Das berührt einen sehr“, gestand Trainer Kovač offen. „Doch im nächsten Moment erkennt man, dass die Kinder Hoffnung haben und wie glücklich sie sind, uns zu sehen.“ Für den Familienvater, der im Februar BVB-Cheftrainer wurde, war es der erste vorweihnachtliche Besuch in der Kinderklinik.

Kovač nimmt viel aus dieser Erfahrung mit. „Wir kommen aus einer heilen Welt, haben unseren Sport und denken über solche Dinge oft nicht nach. Wenn man jedoch die Kinderstation im Krankenhaus betritt, wird einem bewusst, dass alles, was wir tun, schön ist, aber es gibt so viel Wichtigeres im Leben.“ Ähnlich äußerte sich auch Emre Can.

„Den Kindern gibt es viel Kraft, wenn wir hierherkommen. Es ist schön, ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Auch ich nehme viel für mich mit. Natürlich ist Fußball wichtig, aber das wahre Leben findet hier statt.“ Der BVB-Kapitän zollte „großen Respekt“ für jedes Kind, das in der Klinik liegt. „Sie sind so mutig und stark, da können wir uns alle ein Beispiel nehmen.“

Prof. Dr. Dominik Schneider, Direktor für Kinder- und Jugendmedizin, betonte die Bedeutung dieser Weihnachtstradition: „Der Besuch der BVB-Profis ist jedes Jahr ein Höhepunkt der Weihnachtszeit. Viele Kinder, insbesondere in der Onkologie, verbringen Monate in unserer Klinik und freuen sich besonders über diese Abwechslung.“

„Es ist immer wieder schön zu sehen, dass sich die Spieler Zeit nehmen, um mit den Kindern zu sprechen und Autogramme zu geben“, erklärte Schneider. „Darüber tauschen sich die Kinder noch tagelang aus. Der Besuch des BVB begleitet uns bis Weihnachten.“ Kovač und sein Team nahmen sich nicht nur Zeit für die Kinder und deren Eltern, sondern auch für das Klinikpersonal.

Diese engagierte Arbeit ist von weit größerer Bedeutung als das, was Fußballprofis tun: „Wenn ich sehe, wie liebevoll sich die Ärzte und Krankenschwestern um die kleinen Patienten kümmern, täglich auch traurige Gesichter sehen und dennoch nicht aufgeben, dann können wir auch viel von ihnen lernen“, sagte der Trainer.

„Jeder Spieler hat heute erkannt, was im Leben am wichtigsten ist: Die Gesundheit.“ Ein weiteres Geschenk können die BVB-Profis ihren jungen Fans am Freitagabend machen. Im letzten Spiel vor Weihnachten und der Winterpause treffen sie auf Borussia Mönchengladbach, zudem ist es der 116. Vereinsgeburtstag. An Motivation wird es nicht mangeln.

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