BVB-Trainer Kovač nach Niederlage gegen Manchester City: "Wir müssen uns verbessern"

BVB-Trainer Kovač nach Niederlage gegen Manchester City: "Wir müssen uns verbessern"

Nach der deutlichen 1:4-Niederlage gegen Manchester City äußerte sich BVB-Trainer Niko Kovač offen zur Leistung seiner Mannschaft. Er sprach dabei sogar namentlich Karim Adeyemi an.

Manchester – „Wir haben nicht das Niveau dieser Mannschaft“ – diese ehrlichen Worte von Niko Kovač nach der ersten Niederlage in der Champions-League-Saison sind deutlich und schmerzhaft. Der BVB-Trainer zeigte sich in seiner Analyse ungewöhnlich offen, was in der Regel nicht die Norm für Trainer ist.

Kovač sprach klar und präzise. „City ist eine Topmannschaft, aber wir haben auch gute Spieler“, betonte er, bevor er zur Kernaussage kam: „Wir müssen einfach viel sauberer arbeiten.“ Der 54-Jährige identifizierte konkret die Schwächen, die der BVB gegen die Guardiola-Elf offenbarte, und stellte eine präzise Diagnose der Defizite auf.

„Die Passstafetten, die City gespielt hat, waren viel sauberer als unsere“, erklärte Kovač und erläuterte weiter: „Die Mitspieler erhalten Bälle, die am Boden sind, was es ihnen ermöglicht, sich gut zu drehen. Phil Foden macht das hervorragend.“ Der Engländer erzielte zwei nahezu identische Tore aus dem Raum vor dem Dortmunder Sechzehner, wo er viel zu viel Platz hatte.

Der Vergleich zu den eigenen Aktionen fiel ernüchternd aus. „Wir spielen auch gute Bälle, aber sie sind oft halb hoch und in Kniehöhe, was die Verarbeitung erschwert“, so Kovač. Der Klassenunterschied im technischen Niveau zwischen Manchester City und dem BVB wurde besonders deutlich. Doch das war nicht die einzige Schwäche.

Kovačs detaillierte Analyse setzte sich fort. Bei der Chancenverwertung nannte er konkret Karim Adeyemi: „Er hatte zweimal die gleiche Schusschance wie Phil Foden, aber während Phil trifft, haben wir die Chancen nicht genutzt.“ Die Erwähnung von Adeyemi könnte für Gesprächsstoff sorgen, da er als einer der aktivsten Spieler des BVB gilt. Möglicherweise möchte Kovač ihn an seine starke Form aus der ersten Saisonhälfte erinnern, da er normalerweise keine einzelnen Spieler herausgreift, wenn die Gesamtleistung des Teams zu kritisieren ist.

In Manchester äußerte er sich sachlich: „Gegen solche Topmannschaften musst du besser verteidigen“, und verwies auf die vier Gegentore. „Die darfst du hier nicht kassieren, denn irgendwann zählt auch das Torverhältnis.“ Das größere Problem bleibt, dass der BVB gegen die besten Gegner Schwierigkeiten hat.

Nach einer verdienten Niederlage gegen den FC Bayern und nur einem Punkt gegen Juventus und RB Leipzig – beide derzeit nicht als europäische Topteams zu betrachten – kam nun die klare Pleite gegen Manchester City. Kovač blieb dabei ruhig, aber deutlich in seiner Analyse.

„Wir sind in der Bundesliga sicherlich eine sehr gute Mannschaft, aber man muss auch sagen, dass City eine Weltklasse-Mannschaft ist. Wir haben noch nicht das Niveau dieser Mannschaft erreicht“, so Kovač. Der BVB stieß gegen ManCity an viele Grenzen. Die Außenspieler Julian Ryerson und Daniel Svensson könnten noch am Wochenende mit den Nachwirkungen zu kämpfen haben.

Maximilian Beier und sogar Torjäger Serhou Guirassy hatten offensiv kaum Einfluss. Die zentrale Achse aus Kovačs Favoriten Felix Nmecha und Marcel Sabitzer fand nach einer starken Anfangsphase keinen Zugriff mehr. Selbst Abwehrchef Nico Schlotterbeck konnte sich nicht von einer schwachen Leistung abheben.

„Wir müssen ehrlich damit umgehen. Wir wollen dorthin, was bedeutet, dass wir uns verbessern und täglich arbeiten müssen, um solche Spiele in Zukunft besser zu gestalten“, forderte Kovač. Es ist klar, dass der BVB aufgrund seiner wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nie das Niveau von Manchester City erreichen kann.

Glücklicherweise nutzte am Mittwochabend kein Protagonist diese Ausrede. Der BVB hat in den letzten Jahren oft bewiesen, dass man auch unter ungleichen Bedingungen gegen Topteams besser auftreten kann. Diesmal gelang es jedoch erst nach dem 0:3, als die Skyblues deutlich den Fuß vom Gas nahmen.

Das Positive ist: Schwerere Aufgaben als ein Auswärtsspiel gegen Erling Haaland (der als Kapitän gegen seine alte Liebe traf) und Co. wird es für den BVB kaum geben. Kovač behielt das große Ganze im Blick: „Wenn mir vor dem Start dieser Champions-League-Saison jemand gesagt hätte, dass wir aus drei Auswärtsspielen der ersten vier Spiele sieben Punkte holen, hätte ich das auf jeden Fall akzeptiert.“

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