Champions League 2025/26: FC Bayern Startet Stark in die Saison
Im Gegensatz zur vorherigen Saison zeigt die Champions League 2025/26 bereits früh ein außerordentlich hohes Niveau. Der FC Bayern, der überragend in die neue Spielzeit gestartet ist, steht dabei im Mittelpunkt.
München – Die in der letzten Saison eingeführte Ligaphase zu Beginn der Champions League, die die über drei Jahrzehnte gewohnten Gruppenspiele ersetzt hat, wurde von vielen Seiten kritisiert. Während einige die Anzahl der Spiele als zu hoch empfanden, hatten viele Topmannschaften, darunter auch der FC Bayern, einen holprigen Start in den neuen Modus.
Trotz eines beeindruckenden 9:2-Sieges gegen Dinamo Zagreb im Herbst 2024 fand sich der deutsche Rekordmeister nach einer 0:1-Niederlage am 2. Spieltag gegen Aston Villa nie wieder unter den begehrten Top-8, die ein Vermeiden der kräftezehrenden Zwischenrunde im Februar bedeutet hätten. Auch andere europäische Spitzenmannschaften wie Real Madrid, Manchester City und der spätere Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain mussten in die Zusatzrunde. Manchester City und PSG zitterten sogar bis zum 8. Spieltag, um einen der notwendigen 24 Plätze zu erreichen.
In der zweiten Saison mit dem Liga-Modus zeigt sich die Situation jedoch ganz anders. Die Topteams scheinen aus der Spielzeit 2024/25 gelernt zu haben, dass sie sofort Vollgas geben müssen. Dies spiegelt sich nach drei Spieltagen bemerkenswert in der CL-Tabelle wider: An der Spitze stehen PSG, der FC Bayern, Arsenal London und Real Madrid, während Inter Mailand als Zweiter der Serie A, nur hauchdünn hinter Napoli, eine kleine Ausnahme bildet. Der CL-Finalist 2025, der mit 0:5 gegen PSG verlor, ist jedoch derzeit die stärkste italienische Mannschaft auf internationalem Parkett.
Das Beispiel des FC Bayern verdeutlicht, wie wichtig ein perfekter Start in die Königsklasse im neuen Modus ist. Obwohl Vincent Kompanys Team mit einem Europarekord von 15 Pflichtspielsiegen optimal in die Saison gestartet ist, ist die Qualifikation für das CL-Achtelfinale als einer der besten acht Liga-Teams nach acht Spieltagen alles andere als garantiert. Heute Abend muss der FC Bayern als Tabellenzweiter (12:2 Tore) gegen den Tabellenführer PSG (13:3 Tore) antreten und nur drei Wochen später bei dem souveränen Premier-League-Spitzenreiter FC Arsenal, der die Meister der letzten Jahre, Manchester City und den FC Liverpool, klar auf Distanz hält.
Der November wird für den FC Bayern auf internationalem Parkett ein Monat der Wahrheit sein, der Maßstab dafür, wohin es in dieser CL-Saison noch gehen könnte. Übersteht das Team diese beiden Topspiele gegen die derzeit wohl besten Vereinsmannschaften der Welt schadlos, könnte es mit hoher Wahrscheinlichkeit die ungeliebte Zwischenrunde vermeiden. Eine Garantie, dass sich dann im Frühjahr in der entscheidenden Saisonphase keine weiteren „Supermannschaften“ wie der FC Barcelona, Real Madrid, Liverpool und Manchester City herauskristallisieren, gibt es jedoch nicht.