Champions League: Medienrechte und zukünftige Entwicklungen

Champions League: Medienrechte und zukünftige Entwicklungen

München – Die Champions League gilt als der prestigeträchtigste Wettbewerb im Fußball. Die hohen TV-Rechte spiegeln dieses Ansehen wider, was sie für Anbieter zu einer kostspieligen Investition macht. Sowohl die Klubs als auch die UEFA profitieren erheblich von den hohen Einnahmen. Derzeit überträgt DAZN nahezu alle Spiele, während Amazon Prime Video pro Spieltag eine Partie zeigt und dabei die Auswahl trifft.

Ab Sommer 2027 könnte sich die Situation jedoch ändern. In diesem Monat werden die ersten Ausschreibungen für Medienrechte im Zeitraum von 2027 bis 2033 veröffentlicht. Laut dem englischen Guardian streben die UEFA und die europäischen Spitzenvereine an, im kommenden Zyklus jährlich mindestens 5 Milliarden Euro aus dem Verkauf der Fernsehrechte für die Champions League, Europa League und Conference League zu generieren. Dies würde eine Steigerung von 10 % im Vergleich zu den aktuellen Einnahmen bedeuten.

Ein innovativer Ansatz könnte darin bestehen, dass ein Spiel pro Woche weltweit von dem Anbieter gestreamt wird, der die erste Wahl hat. Dies eröffnet die Möglichkeit, dass Plattformen wie Disney oder Netflix Champions-League-Spiele übertragen könnten. Derzeit erhalten die Champions-League-Vereine etwa 75 % der Rechteeinnahmen.

Im aktuellen Zyklus belaufen sich diese Einnahmen auf über drei Milliarden Euro. Die Rechte für die fünf größten europäischen Märkte – England, Frankreich, Italien, Deutschland und Spanien – werden gleichzeitig ausgeschrieben, was einem Anbieter die Möglichkeit gibt, sie für alle fünf Länder zu erwerben, anstatt sie einzeln zu verkaufen. Sollte ein großer Player wie Netflix oder Disney ernsthaft einsteigen, könnten die Einnahmen erheblich steigen. Für die derzeitigen Rechteinhaber bedeutet dies, dass die Kosten steigen werden.

Am Mittwoch sprach UEFA-Präsident Aleksander Ceferin vor Delegierten in Rom und erkannte die Notwendigkeit von Innovationen bei den Übertragungsrechten an, ohne direkt auf die Ausschreibung einzugehen. „Gemeinsam bauen wir mit Ehrgeiz etwas Einzigartiges auf, um den spannendsten, innovativsten und zugänglichsten Fußball zu bieten und unsere wichtigsten Einnahmequellen zu erweitern“, sagte er. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit neunzigplus)

Topics

Related news