Champions-League-Vorschau: Eintracht Frankfurt gegen Liverpool und andere spannende Partien

Champions-League-Vorschau: Eintracht Frankfurt gegen Liverpool und andere spannende Partien

Am dritten Spieltag der Champions League treffen die Eintracht Frankfurt und Liverpool aufeinander, zwei Teams mit anfälligen Defensiven. Hier sind drei Thesen zur bevorstehenden Partie.

Frankfurt – Jakob Haffke formuliert zum dritten Spieltag der Champions League drei steile Thesen zu den bevorstehenden Partien und dem allgemeinen Geschehen in der Königsklasse.

Die Saison 2025/26 der Eintracht Frankfurt gestaltet sich bisher als spektakulär. In zehn Pflichtspielen fielen bereits 54 Tore, was mehr als fünf Treffern pro Spiel entspricht. In der Champions League gab es sowohl ein 5:1 gegen als auch ein 5:1 für die Eintracht. Während die Offensive meist gut funktioniert und Neuzugang Jonathan Burkardt, nicht zuletzt dank seines Doppelpacks in Freiburg, immer besser zur Mannschaft findet, bereitet die Defensive Dino Toppmöller große Sorgen.

Leistungsträger wie Kapitän Robin Koch und Arthur Theate sind weit von ihrer Form der Vorsaison entfernt. Im Tor kassierte Kaua Santos, der nach längerer Verletzungspause zurückgekehrt ist, in nur fünf Einsätzen 18 Gegentore und strahlt wenig Sicherheit aus.

Am Mittwochabend (20:45 Uhr) empfängt die Eintracht den amtierenden englischen Meister Liverpool. Trotz eines umfassenden Umbruchs im Sommer hat Liverpool zahlreiche eigene Herausforderungen, doch die Offensive ist mit Spielern von höchstem Kaliber besetzt.

Arne Slot hat es bisher nicht geschafft, aus herausragenden Einzelspielern wie Florian Wirtz, Alexander Isak, Mohamed Salah und Hugo Ekitiké einen konstant funktionierenden Angriff zu formen. Dennoch kann jeder dieser Spieler jederzeit mit seiner individuellen Klasse für Tore sorgen. Zudem scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis das Zusammenspiel besser funktioniert.

Für den neutralen Zuschauer ist jedoch auch die defensive Anfälligkeit Liverpools vielversprechend. In dieser Saison spielten die Reds nur zweimal zu Null. Virgil van Dijk fehlt die Souveränität vergangener Jahre, Ibrahima Konaté ist außer Form, und sowohl auf der rechten als auch auf der linken Abwehrseite hat Arne Slot noch keine optimale Lösung gefunden.

Darüber hinaus fällt Stammkeeper Alisson erneut verletzungsbedingt aus. Zwei schwache Defensivreihen treffen auf zwei außergewöhnlich besetzte Offensivabteilungen – diese Kombination schreit förmlich nach einem torreichen Spiel. Meine These: Eintracht Frankfurt sorgt in der Champions League für das nächste Spektakel, im Spiel gegen Liverpool fallen mindestens sechs Tore.

Am vergangenen Champions-League-Spieltag musste Manchester City in Monaco einen späten Ausgleich hinnehmen und verpasste den Auftakt mit einem Sieg. Abgesehen davon läuft es für die Citizens nach einem schwierigen Saisonstart mit zwei Niederlagen aus den ersten drei Premier-League-Spielen mittlerweile gut.

In der Premier League steht das Team von Pep Guardiola auf Platz zwei. Es gibt jedoch ein Fragezeichen bezüglich der Abhängigkeit von Erling Haaland. Der Norweger hat bereits 14 Saisontore in Liga und Champions League erzielt und damit zwei Drittel der insgesamt 21 Treffer von City beigesteuert.

Diese Eindimensionalität im Angriff könnte in engen Spielen in der Königsklasse problematisch werden. Am Dienstagabend (20:45 Uhr) erwartet City mit Villarreal einen unangenehmen Gegner. Das gelbe U-Boot hat in La Liga einen soliden Start hingelegt und steht momentan hinter Real Madrid und Barcelona auf Platz drei. Auch in der Champions League gelang am letzten Spieltag ein 2:2 gegen Juventus Turin.

Trainer Marcelino hat ein interessantes Team mit einigen bekannten Namen geformt. In der Offensive hat Nicolas Pépé nach schwierigen Jahren seine Form zurückgewonnen und bildet mit dem Kanadier Tajon Buchanan eine gefährliche Flügelzange. In der Abwehr überzeugt Chelsea-Leihgabe Renato Veiga.

Besonders aufmerksam sollte man auf den erst 22-jährigen Alberto Moleiro sein, der ein großes Talent ist. Das Spiel im Estadio de la Cerámica wird für Manchester City keine leichte Aufgabe. Meine These: Der Besuch in Villarreal wird für Manchester City unangenehm, die Citizens lassen beim gelben U-Boot erneut Punkte liegen.

Der zweite Spieltag verlief für die Teams aus der Ligue 1 sehr erfreulich. Paris Saint-Germain gewann trotz zahlreicher Ausfälle in Barcelona, Olympique Marseille besiegte Ajax Amsterdam deutlich, und Monaco holte, wie bereits erwähnt, einen wertvollen Punkt gegen Manchester City. In dieser Woche haben die französischen Vertreter die Chance, den positiven Trend fortzusetzen.

PSG geht als klarer Favorit gegen Bayer Leverkusen ins Spiel. Nach einem großen Umbruch ist unter dem neuen Trainer Kasper Hjulmand noch unklar, wohin die Reise für den deutschen Vizemeister geht. Zudem kann Paris-Coach Luis Enrique mit Ousmane Dembélé und Marquinhos zwei rekonvaleszente Spieler zurück im Kader begrüßen, während Khvicha Kvaratskhelia bereits am Wochenende gegen RC Strasbourg sein Comeback feierte. Alles andere als ein Sieg des Titelverteidigers wäre eine Überraschung.

Olympique Marseille hingegen läuft es besonders gut. Nach zwei Niederlagen aus den ersten drei Ligaspielen gewann OM seit Anfang September bis auf ein knappes 1:2 bei Real Madrid alle Pflichtspiele und führt die Tabelle der Ligue 1 an. Der Kader von Roberto De Zerbi wurde im Sommer, insbesondere in der Breite, deutlich verstärkt, sodass auch unter Dreifachbelastung genügend Optionen zur Verfügung stehen.

Die Abwehr ist im Vergleich zur letzten Saison erheblich stärker, und Neuzugänge wie Benjamin Pavard haben sich sofort als Verstärkung erwiesen. In der Offensive zeigt Mason Greenwood, abgesehen von privaten Herausforderungen, seit Wochen herausragende Leistungen. Zuletzt erzielte er beim phasenweise berauschenden 6:2 gegen Le Havre einen Viererpack. Gegen Sporting Club de Portugal ist Marseille am Mittwochabend ein Sieg absolut zuzutrauen.

Die größten Fragezeichen gibt es bei der AS Monaco. Nach der Entlassung von Adi Hütter wird unter Sébastien Pocognoli ein Aufschwung erwartet. Der ehemalige Hannoveraner gewann in der vergangenen Saison mit Union Saint-Gilloise erstmals seit 90 Jahren wieder die belgische Meisterschaft.

Mit 38 Jahren ist Pocognoli noch sehr jung und zählt zu den interessantesten jungen Trainern Europas. Gegen Tottenham Hotspur ist Monaco eine Überraschung durchaus zuzutrauen. Die Nordlondoner verloren am Wochenende gegen Aston Villa und haben unter Thomas Frank trotz ordentlicher Ergebnisse zu Saisonbeginn noch viele Baustellen.

Meine These: PSG, Marseille und Monaco gewinnen ihre Spiele und setzen damit den erfolgreichen Trend des zweiten Spieltags für die französischen Vertreter in der Champions League fort.

(Dieser Artikel entstand in Kooperation mit neunzigplus.de/)

Topics

Related news