Christoph Baumgartner über seine neue Rolle bei RB Leipzig

Christoph Baumgartner über seine neue Rolle bei RB Leipzig

Nach einer herausfordernden letzten Saison äußert sich Christoph Baumgartner zu seiner neuen Rolle bei RB Leipzig und verteidigt den ehemaligen Trainer Marco Rose.

Leipzig – Christoph Baumgartner ist wieder glücklich bei RB Leipzig. Der Österreicher ist seit rund zwei Jahren Teil der Roten Bullen, konnte jedoch bislang nicht sein volles Potenzial ausschöpfen. Aufgrund seiner geringen Spielzeit erwog er einen Wechsel. In einem Interview mit Sky teilt er mit, wie sein entscheidendes Gespräch mit Sportchef Marcel Schäfer verlief und warum er Marco Rose nicht für die schwache Leistung der Mannschaft in der vergangenen Saison verantwortlich macht.

Der 26-Jährige äußerte in den letzten Monaten zunehmende Unzufriedenheit mit seiner Spielzeit und gestand offen: „Es war lange so, dass wenig passierte bei uns, und da muss man ganz ehrlich sagen, da macht man sich als Spieler Gedanken. Wenn man im Pokal nicht spielt, merkt man, dass es schwierig wird, und da macht man sich Gedanken, das streite ich nicht ab.“ Baumgartner fügte hinzu: „Das ist ja auch ein Stück weit wie eine Droge, dieses Adrenalin am Wochenende oder auch unter der Woche in internationalen Wettbewerben zu spielen – und von daher fehlt dir das natürlich, wenn du eher auf der Bank bist.“

Um endlich Klarheit zu erhalten, suchte der Offensivspieler das Gespräch mit Sportchef Marcel Schäfer. „Ich habe ihn gefragt, wie er meine Rolle nächstes Jahr sieht [...], dass ich den Fußball zu sehr liebe, um meistens nur von der Bank zu kommen. Er hat dann ganz klar gesagt, dass er mich als Führungsspieler im Team sieht“, so Baumgartner, der enorm von Xavi Simons’ Abgang profitiert und nun die Chance hat, sich in der neuen Saison zu beweisen.

In seinem zweiten Jahr im Trikot der Leipziger erlebte Christoph Baumgartner die bislang schlechteste Saison von RB seit dem Bundesligaaufstieg 2016. Um die Wende herbeizuführen und sich doch noch für die Champions League zu qualifizieren, entließ der Verein Marco Rose Anfang April. Bereits in den Wochen zuvor hatten sich mehrere Spieler immer wieder für den Ex-Coach ausgesprochen und ihr Vertrauen in ihn bekräftigt. Rund fünf Monate später bestätigt Baumgartner erneut, dass das eigentliche Problem woanders lag: „Speziell in unserem Fall hat es nicht am Trainer gelegen, sondern an uns als Mannschaft, weil wir nicht bereit waren, gemeinsam die letzten Schritte zu gehen.“

Dementsprechend habe kein einziger Spieler gejubelt, als Rose gehen musste. „Die ganze Mannschaft stand hinter ihm. Er ist ein außergewöhnlicher Typ, ein toller Trainer. So ist es aber leider manchmal im Fußball. Auch die besten Trainer und Charaktere schaffen es aus irgendwelchen Gründen nicht mehr, mit der Mannschaft Ergebnisse zu erzielen.“ Auch Zsolt Löw, der kurzfristig die Nachfolge übernahm, konnte in den verbleibenden Spielen keine Wende herbeiführen, obwohl er das Team mit seiner Art erreichte. Die logische Konsequenz ist ein Umbruch, der RB Leipzig zurück auf die Erfolgsspur bringen soll – mit Ole Werner an der Seitenlinie sowie erfahrenen Spielern wie Christoph Baumgartner und Willi Orban, die auf dem Platz für Stabilität sorgen.

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