Cristiano Ronaldo: Ein Comeback bei der WM

Cristiano Ronaldo: Ein Comeback bei der WM

Cristiano Ronaldo hat sich bei der Weltmeisterschaft eindrucksvoll zurückgemeldet und strebt nach weiteren Erfolgen, nachdem er bereits mehrere Rekorde aufgestellt hat.

Houston – Cristiano Ronaldo zählt zu den bekanntesten Persönlichkeiten der Welt. Ob Donald Trump, Papst Franziskus, Wladimir Putin oder Taylor Swift – er gehört in diese Kategorie und ist nahezu überall zu erkennen. Zu seiner Person gibt es vielfältige Meinungen, die Bewunderung vermischt sich oft mit spöttischen Kommentaren. Seine Eitelkeit ist leicht zu parodieren, was sogar einem Komiker wie Oliver Pocher gelungen ist.

Nach dem ersten Spieltag der WM wurden harte Urteile über Ronaldo gefällt, die teilweise gerechtfertigt waren, da sein Spiel gegen die Demokratische Republik Kongo nicht überzeugte. Doch die zweite Partie Portugals widerlegte einige dieser falschen Schlüsse: Es war nicht die Zeit für Rückzüge, sondern für neue Chancen.

Das 5:0 gegen Usbekistan zeigte einen Ronaldo, der nach wie vor über herausragende Abschlussfähigkeiten verfügt – eine Fähigkeit, die er nie verliert. Zudem präsentierte sich die portugiesische Fußballmannschaft als funktionierende Einheit. Die Spieler freuten sich sowohl über den Sieg als auch über Ronaldo. Bei einem so eitel wirkenden Spieler wie ihm könnte man den Verdacht hegen, dass er auch an persönlichen Rekorden interessiert ist, insbesondere da Lionel Messi sich in die WM-Geschichtsbücher eingetragen hat.

Nach der Enttäuschung bei der EM vor zwei Jahren, als seine Torserie riss und seine Karriere dem Ende nahe schien, hat Ronaldo bei WM-Turnieren seinen ewigen Lauf fortgesetzt. Sich mit 39 Jahren nach der Enttäuschung von 2024 erneut aufzuraffen, ist eine bemerkenswerte Leistung. Zudem führte er Portugal 2025 mit einer starken Leistung zum Gewinn der Nations League. Portugal verfügt über viele herausragende Spieler. Wäre die Nationalmannschaft ohne Ronaldo freier und stärker?

Darüber kann man diskutieren, doch eines steht fest: Cristiano Ronaldo strahlt immer besondere Freude aus, wenn er sein Land repräsentiert. Als er im EM-Finale 2016 früh verletzt ausschied, war ihm sein eigenes Wohlbefinden egal; er coachte seine Mitspieler zum Titelgewinn. So fand er damals seine Rolle, und das gilt auch heute noch. Portugal kann nicht nur trotz oder mit ihm, sondern auch wegen ihm erfolgreich sein.

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