Daniel Peretz glänzt trotz Niederlage gegen Norwegen
Im Rahmen der WM-Qualifikation erregte eine Leihgabe des FC Bayern München Aufsehen. Der junge Torwart Daniel Peretz brachte Norwegens Superstar Erling Haaland zur Verzweiflung.
Oslo – Daniel Peretz, der vom FC Bayern an den Hamburger SV ausgeliehen ist, durchlebt momentan eine herausfordernde Zeit. Im Hamburger Tor steht Daniel Heuer Fernandes, sodass Peretz seine Spielpraxis in der israelischen Nationalmannschaft sammeln muss. Am Samstag trat er gegen Norwegen und den prominenten Stürmer Erling Haaland an – ein Abend voller gemischter Gefühle für Peretz.
Das Endergebnis lautete 0:5. So viel Grund zur Freude hatte Peretz nicht, da nicht nur seine Leistung zählte. Israel brachte lediglich einen Torschuss zustande, was deutlich machte, dass die hohe Niederlage vollkommen verdient war. Ohne den Leihspieler des FC Bayern hätte das Ergebnis jedoch noch deutlicher ausfallen können.
Haaland, ehemaliger Stürmer von Borussia Dortmund, erzielte drei Tore, war jedoch etwas enttäuscht. Der Grund: Er verschoss innerhalb kurzer Zeit zwei Elfmeter. Bereits in der vierten Minute trat Haaland zum ersten Elfmeter an, um ein frühes 1:0 zu erzielen. Er zielte auf das linke untere Eck, doch Peretz parierte den Schuss.
Der DAZN-Kommentator bemerkte dazu: „Das hat im Stadion niemand kommen sehen. Was für ein ungewöhnlicher und untypischer Fehler von Erling Haaland. Das war ein schwach geschossener Elfmeter.“ Doch dann meldete sich der VAR: Irgendetwas war nicht korrekt abgelaufen.
Peretz hatte anscheinend die Linie zu früh verlassen, weshalb der Elfmeter wiederholt werden musste. Haaland versuchte es ein weiteres Mal – und verlor erneut dieses Duell. Diesmal zielte er auf das rechte untere Eck, doch Peretz war bereit. „Er hält erneut. Bemerkenswert. Hervorragende Parade von Daniel Peretz. Haaland, der vom Elfmeterpunkt aus selten daneben schießt, hat gerade innerhalb einer Minute zwei Elfmeter verschossen“, so der Kommentar von DAZN.
Obwohl Haaland sich nicht lange grämen musste, unterlief Israel noch in der ersten Halbzeit zwei Eigentore, von denen sich die Mannschaft nicht mehr erholen konnte. Peretz schien in den ersten Minuten zum Helden zu avancieren, am Ende musste er jedoch fünfmal hinter sich greifen. Dennoch dürfte er die aktuelle Situation in der Nationalmannschaft wesentlich lieber haben als die, der er beim HSV ausgesetzt ist.