Der Aufstieg von Lennart Karl: Ein Appell zur Besonnenheit
Der Hype um das Talent Lennart Karl vom FC Bayern München nimmt immer weiter zu, und der junge Spieler muss lernen, damit umzugehen. Ein ehemaliger DFB-Weltmeister hat nun einen wichtigen Appell an die Öffentlichkeit gerichtet.
Seit seinem Profidebüt für den FC Bayern bei der Klub-Weltmeisterschaft im Sommer hat Karl in 21 Pflichtspielen bereits sechs Tore erzielt und zwei Vorlagen gegeben. Besonders in der Champions League setzt er neue Maßstäbe: Mit 17 Jahren und 290 Tagen ist er der jüngste Spieler in der Geschichte, der in drei aufeinanderfolgenden Spielen in der Königsklasse getroffen hat.
Diese Leistung übertrifft sogar die von Superstars wie Kylian Mbappé (18 Jahre, 113 Tage) und Erling Haaland (19 Jahre, 94 Tage). Trotz seines jungen Alters und einer Körpergröße von nur 1,68 Metern überzeugt Karl mit technischer Brillanz und taktischer Intelligenz, was den Hype um seine Person weiter anheizt.
Die Frage bleibt: Wann wird Bundestrainer Julian Nagelsmann anrufen? Roman Weidenfeller, der im Tomorrow-Podcast von Tom Junkersdorf spricht, warnt: „Es ist wichtig, ihn jetzt nicht zu überlasten.“ Er appelliert an alle, die Karl derzeit hypen, und betont, dass er „weiterhin frisch aufspielen und seine Zeit nutzen“ sollte.
„Wenn er diese Energie beibehält, wird es für Julian Nagelsmann natürlich eine Freude sein, ihn ins Team zu holen und seine Frische ins Spiel zu bringen, wenn sie gebraucht wird“, fügt Weidenfeller hinzu. Er beschreibt Karl als „ein außergewöhnliches Talent, der mit 17 Jahren sogar noch in der A-Jugend spielen könnte.“
„Sofern er sich nicht verletzt, bin ich überzeugt, dass er ein noch außergewöhnlicherer Spieler wird“, prognostiziert Weidenfeller. Laut der BVB-Legende sollte Karl jedoch weiterhin behutsam aufgebaut werden. Ähnlich äußert sich auch Mario Basler in einem Interview mit Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports.
„Bis zur WM ist es noch ein halbes Jahr Zeit“, betont der Europameister von 1996. „Ich würde abwarten, was passiert.“ Letztlich werde es „von der Form abhängen“. Dennoch erkennt Basler an, dass Karls WM-Chancen durch den aktuellen Hype steigen: „Ich glaube, dass man ihn mitnehmen wird.“ Karl sei „ein großes Talent“, aber der Rummel um ihn sei laut Basler „übertrieben“.