Deutsche Nationalmannschaft vor möglichem Duell mit Frankreich im WM-Achtelfinale
Die deutsche Nationalmannschaft steht vor der Möglichkeit, im WM-Achtelfinale auf Frankreich zu treffen, sofern beide Teams ihre Gruppen gewinnen. Das potenzielle Duell könnte am 4. Juli in Philadelphia ausgetragen werden.
Winston-Salem – Vor zwei Jahren feierte die deutsche Nationalelf ein bittersüßes Tor: Bei der Heim-EM 2024 erzielte Niclas Füllkrug im letzten Gruppenspiel gegen die Schweiz kurz vor Schluss den Ausgleich zum 1:1. Die Spieler jubelten emotional über den Treffer, der ihnen den ungeschlagenen Durchmarsch durch die Gruppenphase sicherte, und traten im Viertelfinale gegen Spanien an, da sie durch den Gruppensieg in den schwierigeren Turnierbaum gelangten.
Ein ähnliches Schicksal könnte der DFB-Elf auch in dieser WM bevorstehen: Sollten die Deutschen die Gruppe mit Curacao, der Elfenbeinküste und Ecuador als Erster abschließen, droht ihnen aller Wahrscheinlichkeit nach Frankreich als Gegner im Achtelfinale, vorausgesetzt, die Équipe Tricolore wird ebenfalls Gruppensieger und gewinnt ihr erstes K.O.-Spiel.
Aktuell sieht es danach aus. Die DFB-Elf steht vor der Herausforderung, in den verbleibenden zwei Gruppenspielen zu glänzen oder als Gruppenzweiter einen leichteren Gegner zu erhalten. „Wir wollen Erster werden und uns auch nach der Gruppenphase behaupten“, erklärte Sportdirektor Rudi Völler. „Wir werden schwer zu schlagen sein – und das ist schon mal eine Aussage.“
Obwohl Frankreich als einer der schwierigsten Gegner frühzeitig droht, bleibt Völler gelassen: „Die letzten Weltmeisterschaften haben uns gelehrt, dass es nicht immer so ausgeht, wie viele Experten zu Beginn eines großen Turniers denken.“
Der neue Modus der XXL-WM, bei dem 48 Mannschaften teilnehmen, führt dazu, dass nicht nur die ersten zwei Teams weiterkommen, sondern auch die acht besten Drittplatzierten der zwölf Gruppen. Dies könnte dazu führen, dass die DFB-Elf als potenzieller Gruppensieger bereits im Achtelfinale auf einen starken Gegner trifft.
Nach dem 7:1-Sieg gegen Curacao ist die DFB-Elf nahezu sicher unter diesen acht Teams. Im neuen Sechzehntelfinale treffen die Gruppenersten auf die Zweit- und Drittplatzierten. Für Deutschland wäre dies ein Drittplatzierter aus den Gruppen A, B, C, D oder F. Im weiteren Verlauf der K.O.-Runde entfällt jedoch dieser Vorteil.
Unabhängig von der Konstellation wird die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann im Turnierverlauf harte Herausforderungen meistern müssen. Zunächst steht jedoch das Duell mit der Elfenbeinküste am Samstag (22 Uhr, ZDF) auf dem Programm, auf das man sich in Winston-Salem vorbereitet.
Der Fokus liegt darauf, die defensive Absicherung gegen Konter zu verbessern und die eigenen Chancen konsequenter zu nutzen. Dies wäre auch gegen Frankreich von Vorteil – dem Gegner, auf den man am Unabhängigkeitstag (4. Juli) in Philadelphia treffen könnte.